Läuft Supertanker "Superb23" bereits aus dem Ruder?

Eigentlich sollte das grosse EFD-Projekt "Suberb23" bis 2025 rund 665 Millionen Franken kosten. Nun habe Ueli Maurer aber an der Bundesratssitzung vom Mittwoch Neuigkeiten verkündet: Das Projekt soll nämlich 930 Millionen Franken verschlingen, also rund 40 Prozent mehr als ursprünglich veranschlagt. Dies zumindest berichten Zeitungen von CH Media.
 
Offenbar bezieht sich der Autor der Story auf interne Dokumente des Bundesrates. Beim EFD heisst es auf Anfrage lediglich, man kommentiere die Berichte nicht. Der zuständige Bundesratssprecher war bis Redaktionsschluss nicht zu erreichen. Das offizielle Wording zum Fall lautet von Seiten Bund aber: "Der Bundesrat hat zu diesem Thema lediglich eine erste Diskussion geführt und keinen Entscheid getroffen", wie die 'Luzerner Zeitung' schreibt.
 
Die bisher genannten Kosten waren nur "Grobschätzungen", wie Gisela Kipfer vom Informatiksteuerungsorgan des Bundes (ISB) im April 2018 festgehalten haben wollte. Die Finanzdelegation der eidgenössischen Räte (FinDel) hatte damals mit 800 Millionen Franken gerechnet, das Finanzdepartement mit rund 665 Millionen Franken.
 
Im IKT-Schlüsselprojekt "Superb23" geht es darum, die bestehenden SAP-Lösungen für Finanzen, HR, Beschaffung und Logistik auf S/4Hana zu migrieren und zu zentralisieren. (ts)