Roboter und Drohnen der Post ruhen derzeit

Sowohl in der Schweiz wie auch in Deutschland sind der Einsatz von Robotern und Drohnen derzeit unterbrochen oder ganz eingestellt worden. Wie soeben der Chef der Deutschen Post, Frank Appel, erklärte, verzichtet man im Nachbarland künftig auf den Einsatz von Zustellrobotern und Drohnen. Die Roboter hätten zwar technisch gut funktioniert, seien derzeit aber noch zu teuer. Auch Drohnen werde man in absehbarer Zukunft keine einsetzen, zitiert 'Heise' aus einem Interview, das Appel mit dem 'Tagesspiegel' (hinter Bezahlschranke) geführt hat.
 
Hierzulande führt Postsprecherin Léa Wertheimer ganz andere Gründe an, die derzeit zu einem Unterbruch der Weiterentwicklung geführt haben. Alles, was man in Sachen der begleiteten Lieferroboter für die Warenzustellung auf der letzten Meile testen konnte, habe man geprüft, teilt sie auf Anfrage mit. Sowohl die Tests mit Jelmoli in der Zürcher Innenstadt wie die mit dem Online-Kontaktlinsenanbieter Discountlens.ch in Dübendorf seien erfolgreich gewesen.
 
Gesetzliche Grundlage fehlt
Jetzt stünde der nächste Schritt an, nämlich der autonome Robotereinsatz. Das sei aufgrund der fehlenden gesetzlichen Grundlage derzeit aber nicht möglich, so Wertheimer, weshalb der Robotereinsatz aktuell nicht weiterverfolgt werde.
 
Beim Drohnen-Einsatz seien seit Sommer 2017 über 3000 Flüge in Lugano, Bern und Zürich erfolgreich absolviert worden. Doch am 25. Januar stürzte dann eine Drohne über dem Zürichsee ab. Seither ruht auch der Drohnen-Einsatz der Post. Aber das muss nicht ewig dauern. Denn weil bei der Notlandung alle Sicherheitselemente zuverlässig funktioniert haben, wurde vom Bundesamt für Zivilluftfahrt kein Flugverbot verhängt.
 
Dennoch bleiben die Drohnen der Schweizerischen Post solange am Boden, bis die Ursache des Absturzes vollständig geklärt sei, betont Wertheimer. (vri)