Luzerner Stadtrat will 14 Millionen in Digitalisierung stecken

Die Luzerner Roadmap für die Digitalisierung. Grafik: Stadt Luzern
Ein städtischer CDO soll die neue "Fachstelle Digitales" leiten.
 
Der Luzerner Stadtrat will die Digitalisierung vorantreiben und präsentiert dem Parlament eine neue Digitalstrategie. Die Umsetzung kostet über die Jahre 2019 bis 2028 insgesamt 14,4 Millionen Franken. Unter anderem soll die Stadt eine neue Dienstabteilung erhalten.
 
Auch in der Verwaltung der Stadt Luzern gewinne die Digitalisierung zunehmend an Bedeutung, schreibt der Stadtrat im Bericht und Antrag. Die Nutzung von Synergien bei der Entwicklung neuer digitaler Angebote sei bei der Stadt nur schwach ausgeprägt und werde durch mangelnde stadtinterne Koordination und Kommunikation erheblich erschwert.
 
Parlamentarische Vorstösse im Bereich der Digitalisierung zeigten, dass die Stadtverwaltung gefordert sei, ihre Rolle zu klären, die rechtlichen, organisatorischen und personellen Ressourcen für die Umsetzung bereitzustellen, heisst es weiter.
 
Der Stadtrat will die Kernaufgaben der öffentlichen Verwaltung in einer "zunehmend digitalisierten Umgebung" sichern und einen Mehrwert für Bevölkerung und Wirtschaft erzielen.
 
Zudem soll die Stadt "in der Schweiz im Bereich der digitalen Transformation wegweisend werden." Dies hatte man aus Luzern bereits im letzten Oktober angekündigt, blieb damals aber sehr vage.
 
650 Stellenprozent für die zentrale "Fachstelle Digitales"
Die vorliegende Strategie konzentriert sich nun auf die Bereiche "E-Government", "Open Government Data", "Smart City" sowie "Work Smart". Als konkrete Projekte führt die Stadt unter anderem E-Baugesuch, E-Umzug, Gever, Public Wlan, Smart Parking sowie die Einführung von Skype for Business und HR digital an. Die Umsetzung der Digitalstrategie aber gehe weit über die Umsetzung von reinen IT-Projekten hinaus, hält der Stadtrat fest.
 
Auch könne die digitale Transformation nicht nur von einer Stelle initiiert werden. "Es braucht hierfür das Zusammenspiel mehrerer Organisationseinheiten", schreibt die Stadtregierung.
 
So sieht die Digitalstrategie neben der Umsetzung von Massnahmen und Projekten auch die Schaffung einer neuen Dienstabteilung "Fachstelle Digitales" vor. Diese soll die zentrale Stelle für sämtliche Projekte der digitalen Transformation sein und mit weiteren Stellen, etwa den Zentralen Informatikdiensten, eng zusammenarbeiten.
 
Geleitet wird die Fachstelle von einem CDO, der "hohe Entscheidungsbefugnisse" inne haben soll, wie im Strategiepapier festgehalten wird. Insgesamt sind 650 Stellenprozente vorgesehen, wobei 400 Prozent stadtintern verschoben werden.
 
1,7 Millionen für städtisches WLAN
Für die Umsetzung der gesamten Strategie beantragt der Stadtrat einen Sonderkredit von 10,6 Millionen Franken und für die Schaffung der Stelle Stadtentwicklung sowie für die Stellenprozente im Bereich "Beschaffung/Recht" einen in der Höhe von je 945'000 Franken.
 
Ebenfalls beantragt der Stadtrat einen Sonderkredit über 1,7 Millionen Franken für das Projekt "Bedarfsgerechtes WLAN Stadt Luzern", welches zur Umsetzung von neuen, mobilen und agilen Arbeitsformen im Bereich "Work Smart" beitrage, heisst es weiter.
 
Das detaillierte Strategiepapier (PDF) kann man von der Website der Stadt Luzern herunterladen. (sda/ts)
 
Bild Startseite: Steffen Flor. Lizenz: Creative Commons