Arizon-Integration kostet Stellen

Die Kehrtwende in der Sourcing-Strategie von Raiffeisen gibt weiter zu reden. Anfang Monat wurde bekannt, dass Raiffeisen den Outsourcing-Anbieter Arizon, einst ein Joint-Venture mit dem Bankensoftware-Hersteller Avaloq, ganz übernehmen und in die eigene Organisation integrieren wird.
 
Das war eine überraschende Kehrtwende, denn ursprünglich war geplant, dass umgekehrt Avaloq Arizon ganz übernehmen, und den Betrieb der neuen Bankenlösung für Raiffeisen als Outsourcing-Dienstleistung anbieten werde.
 
Diese Woche berichtete 'Inside Paradeplatz' nun, dass rund zehn Prozent der gegen 250 Mitarbeitenden von Arizon ihre Stelle verlieren könnten.
 
Raiffeisen selbst bestätigt, dass bei Arizon Stellen reduziert werden. Es seien aber nur wenige. "Wir gehen heute davon aus, dass nur wenige Stellen betroffen sind. Neben der Ausnützung natürlicher Fluktuation stehen vor allem Massnahmen wie gruppeninterne Platzierungen und allenfalls frühzeitige Pensionierungen im Vordergrund," schreibt die Medienstelle in einer Stellungnahme.
 
Grund für den absehbaren Stellenabbau ist die Integration von Arizon in Raiffeisen. Denn Arizon wird keine eigene Firma mehr sein, so dass gewisse Administrations- und Management-Jobs wegfallen.
 
Es gibt einen weiteren Grund für die Verunsicherung und die Gerüchte um Stellenabbau. Denn man wird erst noch herausfinden müssen, wieviele Spezialisten man für den Betrieb der Avaloq-basierten Bankenlösungen braucht.
 
"Falls es zu einem Stellenabbau kommt, wird Raiffeisen Schweiz ihre soziale Verantwortung in vollem Umfang wahrnehmen und für alle Betroffenen optimale individuelle Lösungen finden," schreibt die Raiffeisen-Pressestelle. (hc)