Die IT-Woche:

Diese fünf Topstories sorgten in der Kalender-Woche sechs für Diskussionsstoff in der Schweizer IT-Welt.
 
Warum Julius Bär die Temenos-Migration in der Schweiz absagt
Die Bank Julius Bär hat sich 2015 dazu entschieden, ihre Core-Banking-Plattform durch T24 von Temenos zu ersetzen. Zuerst in Asien, später auch in der Schweiz. Im September 2017 schien das Projekt noch auf Kurs. Nun hat die Bank aber mitgeteilt, dass man in der Schweiz auf die Migration verzichten und beim alten, mainframe-basierten Kernbankensystem mit dem schlichten Namen "Host" bleiben werde. Warum erklärte uns COO Nic Dreckmann in einem Gespräch.
 
Azure-Ausfälle: Microsoft will nicht mehr mit fremden DNS-Providern arbeiten
Wegen technischen Störungen hatten manche Azure-Kunden letzte Woche gleich mehrmals Probleme, auf ihre Services zuzugreifen. Einer der Ausfälle wurde durch einen Fehler ausserhalb von Azure ausgelöst: Die Server eines externen DNS-Providers – den Namen nennt Microsoft nicht – hätten nach einem Software-Update versagt. Microsoft brauchte danach einige Zeit, um betroffene Azure-Services auf einen alternativen Provider umzuschalten. In Zukunft möchte Microsoft nun die Abhängigkeit von anderen DNS-Providern beenden.

Kauft nun doch Sunrise UPC?
Nach jüngsten Medieninformationen verdichtet sich die Vermutung, dass UPC Schweiz nun doch verkauft wird. Die Gespräche zwischen Liberty Global, Besitzer des Schweizer Kabelnetzbetreibers, und Sunrise seien weit fortgeschritten. Sunrise bestätigte nach den Berichten entsprechende Gespräche mit der UPC-Mutter über eine mögliche Akquisition. Es werde lediglich zu einer Transkation kommen, wenn diese strategisch überzeuge und nachweislich Wert für die Aktionäre schaffe, so der Telco.

Switch: Bundesrat muss Cybersecurity ernst nehmen
Die Stiftung Switch sieht die Schweiz bei der Cyber-Security nicht an vorderster Front. Es gebe Nachholbedarf, kommentiert Martin Leuthold, Leiter des Bereichs "Security & Network" bei Switch, den "digital.swiss Index". Der Index von ICTswitzerland und Economiesuisse beurteilt die Resilienz eines Landes im internationalen Vergleich von Top-Domains anhand der Kombination von Strategie, Organisation und den zugehörigen Massnahmen.
 
So marschiert die US-Armee in die Multi-Vendor-Cloud
Das US-Verteidigungsministerium (DoD) hat eine Zusammenfassung der eigenen Cloud-Strategie öffentlich zugänglich gemacht. Die Prämisse: "Das DoD muss ein Organisationskonstrukt entwickeln, das die Übernahme der Enterprise Cloud sicherstellt. Die Zeit dafür ist jetzt. Das DoD kann es sich nicht mehr leisten, die technologische und kulturelle Umstellung auf wirklich moderne Technologien zu verzögern."
 
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