Die IT-Woche:

Diese fünf Topstories sorgten in der Kalender-Woche sieben für Diskussionsstoff in der Schweizer IT-Welt.
 
Goodbye Whatsapp: Ganz Bundesbern setzt auf Threema Work
Der Gebrauch von Whatsapp bei Bundesangestellten gab letztes Jahr zu reden. Letzten Herbst kam dann die Ankündigung, dass der Bund einen Whatsapp-Ersatz für Bundesangestellte suche. Es stellten sich sofort Fragen: Geht es um eine Neuentwicklung oder das Customizing einer existierenden Lösung? Nun ist klar, worauf der Bund setzt: Auf die Schweizer Standardlösung Threema Work. "Das Bundesamt für Informatik (BIT) stellt Threema Work allen seinen Kunden innerhalb der Bundesverwaltung, die ein verwaltetes Smartphone besitzen, zur Verfügung", bestätigt die BIT-Sprecherin auf unsere Anfrage. Der bemerkenswerte Schritt des Bundes zugunsten eines Schweizer Produkts ist für Threema ein prestigeträchtiger Erfolg – und veranlasste unserer Leser zu Kommentaren.
 
Bundesrat lockert Arbeitsvorschriften für Informatiker
In der ICT können Angestellte neu ohne Bewilligung zu Nacht- und Sonntagsarbeit aufgeboten werden. Das hat der Bundesrat entschieden. Er hat die entsprechenden Verordnungs-Bestimmungen zum Arbeitsgesetz angepasst, wie das Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) mitteilt. Künftig ist Nacht- und Sonntagsarbeit bewilligungsfrei möglich, wenn an Netz- oder IT-Strukturen gearbeitet werden muss. Eine Bedingung ist, dass Störungen vorliegen, die man beheben muss. Eine weitere lautet, dass Wartungsarbeiten und Unterbrechungen zu normalen Betriebszeiten unmöglich sind.
 
Exklusiv: V-ZUG kriegt einen neuen IT-Chef
Seit 2016 hiess der Head of IT bei V-ZUG Michael Fell. Nun hat sich Fell entschieden, den Haushaltsgeräte-Hersteller mit Sitz in Zug auf Ende September zu verlassen. Fells Nachfolger ist auch bereits klar: Es handelt sich um Jean-Claude Flury, der erst im Dezember 2018 als Head of ICC (Business Applications) bei V-ZUG startete. Was sind die Hauptaufgaben und Herausforderungen des neuen IT-Chefs? "Langfristig geht es darum, V-ZUG durch die Digitale Transformation zu führen. Wir wollen das Kundenerlebnis neugestalten und dem Kunden eine nahtlosen 'Digital Customer Journey' bieten", erklärt Flury auf unsere Frage.
 
Das Gezerre um Bedag geht in eine nächste Runde
Die Berner Regierung muss ihren Bericht über das kantonseigene IT-Unternehmen Bedag ergänzen, dies verlangt die Finanzkommission. Sie möchte genau wissen, warum der Kanton die Hoheit über die Speicherung der Daten unbedingt bewahren wolle. Weiter vermisst die Kommission eine umfassendere wirtschaftliche Analyse aus Branchen- und gesamtgesellschaftlicher Sicht. Der Bericht der Regierung zeige nur die Sichtweisen der Bedag und des Kantons auf. Zudem soll die Regierung ein weiteres Betriebsmodell für die Bedag prüfen: In dieser Variante würde der Bereich Rechenzentrum ganz oder teilweise wieder in die Kantonsverwaltung integriert.
 
Hirslanden bekommt erstmals einen CIO
Die Privatklinikgruppe Hirslanden beschäftigt knapp zehntausend Mitarbeitende und macht rund 1,7 Milliarden Franken Umsatz. Trotzdem hatte sie bisher keinen CIO. Dies ändert sich aber nun: Am 1. April wird Charl Goosen die neu geschaffene Position übernehmen. Gleichzeitig wird er Einsitz in der Konzernleitung nehmen. Goosen stammt aus Südafrika und arbeitet seit 2016 für die Spitalgruppe Mediclinic International, zu der seit 2007 auch Hirslanden gehört. Als Group General Manager SAP Architect ist er dort für die SAP-Strategie sowie die operative Steuerung aller SAP-Installationen innerhalb der Gruppe verantwortlich.
 
Lesen sie ausserdem, was die Gemüter erhitzte und Kommentare provozierte: Unsere Hintergrundartikel zum öffentlichen Intrusionstest des E-Voting-Systems der Post. Was kann der Public-Intrusion-Test leisten? Die Post und die Bundeskanzlei spezifizieren das Vorgehen. Ein Security-Experte zeigt sich kritisch.
 
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