Datenschutz: Der Druck auf Facebook steigt

US-Behörden, konkret die Federal Trade Commission (FTC), verhandelt mit Facebook über eine Milliardenbusse. Dies deckte die 'Washington Post' gestern auf. Bestraft werde soll der sorglose Umgang mit Daten, der sich etwa im Skandal um den Missbrauch von Facebook-Daten durch die unterdessen eingestellte Firma Cambridge Analytica manifestierte.
 
In den Verhandlungen geht es darum, ob Facebook eine Busse in der Höhe von mehreren Milliarden Dollar akzeptiert und die FTC im Gegenzug darauf verzichtet, Facebook vor Gericht einzuklagen.
 
Mehrere Milliarden Dollar wären die weitaus grösste Busse gegen ein Tech-Unternehmen, die die FTC verhängt. Die höchste Busse dieser Behörde bisher waren 22,5 Millionen Dollar, die Google vor sieben Jahren zu bezahlen hatte.
 
Die Untersuchung der FTC gegen Facebook wird in den USA genau verfolgt. Es zeige sich nun, ob die Behörde in der Lage sei, den Schutz der Privatsphäre der US-Konsumenten durchzusetzen, heisst es in dem Artikel.
 
Die EU könnte Facebook wegen eines massiven Datenverlusts mit einer Busse von bis zu 1,6 Milliarden Euro belegen.
 
In der Tat kann nur eine enorm hohe grosse Busse Facebook beeindrucken und zu einer Verhaltensänderung zwingen. Das Unternehmen machte alleine 2018 einen Gewinn von über 22 Milliarden Dollar. Der Gewinn wird vor allem mit dem Verkauf von gezielter Werbung erwirtschaftet, sprich der Analyse und dem Verkauf der Daten der Facebook-User. (hc)