Chinesen tracken Millionen Bürger und lassen Daten offen rumliegen

Eine auf Gesichtserkennung spezialisierte chinesische Firma hat in der Region Xinjiang via Überwachungskameras die Aufenthaltsorte von 2,5 Millionen Menschen registriert. Und sie hat die Daten in einer völlig ungeschützten Online-Datenbank gespeichert, die kürzlich von einem holländischen Security-Experten gefunden wurde. Dies berichtet 'Reuters'.
 
Laut Victor Gevers, Mitgründer der GDI.Foundation stand die Datenbank monatelang offen und jedermann konnte sie ohne Authentisierung mit vollen Admin-Rechten benützen. Gemäss Gevers enthielt die Datenbank Namen, Geburtsdaten und ID-Nummern. Zudem waren mit den Personen rund 6,7 Millionen Lokationsdaten mit Beschreibungen wie "Moschee", "Internet Cafe" usw. verbunden.
 
Vielleicht ist es ja tröstlich, dass auch chinesische Firmen nicht vor krassen Security-Fehlleistungen gefeit sind. Die Geschichte wirft aber auch ein Schlaglicht auf die immer stärker werdenden, mit modernsten IT-Technologien unterstützten Massenüberwachungs-Massnahmen in China, insbesondere in "heiklen" Regionen wie Xinjiang, wo rund zwölf Millionen türkischsprachige Muslime wohnen. (hjm)