Bundesrat will APIs für die IT der Bundes­verwaltung

Der Informationsaustausch innerhalb der Bundesverwaltung sowie zwischen der Bundesverwaltung und Unternehmen oder Privatpersonen soll mit elektronischen Schnittstellen verbessert werden. Das will der Bundesrat.
 
Er beantragt dem Parlament, gleichlautende Motionen von SVP-Nationalrat Franz Grüter (LU) und CVP-Ständerat Beat Vonlanthen (FR) anzunehmen. Mitunterzeichner des Vorstosses im Nationalrat sind Marcel Dobler (FDP/SG) und Edith Graf-Litscher (SP/TG).
 
Die Motionäre wollen den Bundesrat beauftragen, mit der Schaffung von APIs den direkten Informationsaustausch spätestens bis 2020 zu ermöglichen.
 
Heute betreibe der Bund einen grossen Aufwand, um seine Leistungen den Unternehmen und Einwohnern elektronisch zugänglich zu machen, halten sie fest. Dazu entwickle er immer mehr amts- oder departementsspezifische Portale. Das verursache für die Betreiber und die Nutzer einen grossen Aufwand. Beim Fokus auf Portale komme die Vernetzung innerhalb der Bundesverwaltung zu kurz.
 
Die geforderten APIs würden es Behörden, Unternehmen und Privatpersonen ermöglichen, automatisiert Daten auszutauschen – etwa über ERP-Systeme der Unternehmen. Damit liessen sich die Vorzüge der Digitalisierung effizient nutzen, argumentieren Grüter und Vonlanthen. Deshalb soll der Fokus auf strategischer Ebene künftig auf die Einrichtung der Schnittstellen gerichtet werden.
 
Die breite Einrichtung solcher Schnittstellen würde auch die Bestrebungen für eine einzige behördenübergreifende Plattform wie beispielsweise EasyGov.swiss unterstützen. Der Datenschutz wäre zu jedem Zeitpunkt vollumfänglich gewährleistet, versprechen die Motionäre. (sda/ts)