Die IT-Woche:

Diese fünf Topstories sorgten in der Kalender-Woche acht für Diskussionsstoff in der Schweizer IT-Welt.
 
Mit welchen Blockchain-Projekten IBM Marktführer werden will
Einer der Schwerpunkte auf IBMs globalem Kunden-Event "Think" in San Francisco war die Blockchain-Technologie, bei der IBM auf gutem Wege ist, einer der führenden Anbieter zu werden. Mit über 500 Kundenprojekten sieht sich Big Blue als Speerspitze der Blockchain-Technologie auf Enterprise-Ebene. Allein im vorigen Jahr konnte man über 45 Kunden für diese neue Technologie hinzu gewinnen. IBM gab einen Überblick über den gegenwärtigen Stand der Dinge, mit vielen Erfolgen, aber auch Rückschlägen.
 
Langenthal lagert IT an OBT aus
Im Dezember 2017 hatte die Berner Stadt Langenthal die Auslagerung ihrer IT-Infrastruktur (Server, Speicher, Netzwerke, Systemsoftware, Disaster Recovery) ausgeschrieben. Anfang Februar nun – also 14 Monate nach der Ausschreibung – wurde auf Simap der Gewinner bekannt gegeben (worauf uns freundlicherweise ein Leser hingewiesen hat): Der Auftrag geht an OBT. Die Gründe für das Outsourcing und was das Projekt "ISC-O" alles umfasst, haben wir 2017 ausführlich beschrieben.
 
Öffentlicher E-Voting-Hack: Gab es ein Leak?
Der Quellcode des E-Voting-Systems der Post ist samt Dokumentation bereits vor dem öffentlichen Hack-Test, den die Post zuvor ankündigte, auf Gitlab aufgetaucht. Dies sei ein "Leak" und zeige die Naivität des Test-Settings und der Post, heisst es in Tweets. Nein, es handle sich nicht um ein Leak, sagt uns ein Sprecher der Post. "Es wurde kein Quellcode geleakt." Diesen hätten das Unternehmen und der Hersteller des E-Voting-Systems Scytl am 7. Februar veröffentlicht und seither könne jeder den Quellcode herunterladen, analysieren und wissenschaftlich damit arbeiten.
 
Prominente Google-Ingenieurin nimmt enttäuscht den Hut
"Ich habe Google diesen Januar verlassen", schreibt Liz Fong-Jones, die elf Jahre beim Konzern war und zuletzt im Site Reliability Engineering (SRE) arbeitete. Sie verlasse den Konzern aus Enttäuschung. "Google trägt als eines der einflussreichsten Unternehmen Verantwortung, aber es hat seine Macht missbraucht, um Gewinne über das Wohlbefinden der Menschen zu stellen", so die ehemalige Angestellte. Die Vorwürfe: Zurückhaltung gegenüber China, das Blockieren von kritischen Stimmen sowie die Zunahmen von Belästigungen und "Hate Speech" innerhalb des Konzerns.
 
Das Comeback des Jahres: Browsen Sie als wäre es 1990!
Für Internet-Veteranen fühlt es sich an wie eine Verjüngungskur: Ein Team des in Genf ansässigen CERN hat "WorldWideWeb" neu gebaut, den weltweit ersten Browser aus dem Jahr 1990. Diesen hatte Tim Berners-Lee und sein Team den Forschern zur Verfügung gestellt. Eigentlich ist es ein Browser-Simulator, den die CERN-Leute gebaut haben. Nichtsdestotrotz ist das "User-Erlebnis" erfreulich altmodisch. Und ungewohnt, der Browser war nämlich gleichzeitig ein Editor, um Websites zu bauen.
 
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