Facebook arbeitet an eigener Crypto-Währung

"Diversifizieren", heisst das Motto so manches Unternehmens, wenn es im Kerngeschäft nicht mehr so gut läuft. Und auch einige der grössten Messenger-Anbieter hoffen auf Erfolg ausserhalb ihres Stammgeschäftes. Einem Bericht der 'New York Times' zufolge, arbeiten Facebook, Telegram und Signal daran, eigene Kryptowährungen auf den Markt zu bringen.
 
Dies soll es den Usern ermöglichen, über den Messenger digitales Geld zu versenden. In Facebooks Fall solle dies über Whatsapp möglich werden, so Insider zur 'New York Times'. Beim sozialen Netzwerk sei das Projekt im vollen Gange und Facebook sei in Gesprächen mit Wechselplattformen für Kryptowährungen.
 
Telegram, mit geschätzten 300 Millionen Benutzern weltweit, arbeite ebenfalls an einer digitalen Münze, wie auch Signal, Kakao und Line. Letztere werden in Südkorea respektive Japan genutzt.
 
Insbesondere Facebook hat eine enorme Reichweite und könnte die für die Kryptowährungen nötigen digitalen Geldbörsen in kürzester Zeit an Hunderte Millionen User ausrollen. Interessant sei dennoch, so 'Ars Technica', dass Facebook nicht einen traditionellen Payment-Dienst – ähnlich wie Paypall – baut und in Whatsapp integriert.
 
Die Messenger-Anbieter stehen jedoch vor ähnlichen Hürden wie Bitcoin und Co. Es gibt regulatorische Herausforderungen und das fehlen einer zentralen Aufsicht, wie einer Bank, hat die digitalen Währungen auch attraktiv für Betrüger und Kriminelle gemacht. Ausserdem ist das Abwickeln der Transaktionen rechenintensiv.
 
In einem Statement wollte sich Facebook gegenüber der 'New York Times' nicht zur geplanten Kryptowährung äussern und auch die anderen Firmen kommentierten den Bericht nicht. (kjo)