Die IT-Woche:

Diese fünf Topstories sorgten in der Kalender-Woche neun für Diskussionsstoff in der Schweizer IT-Welt.
 
Exklusiv: Ransomware-Attacke auf Baarer Cloud-Provider Meta10
Am vergangenen Freitag, dem 22. Februar, begannen beim Baarer Service-Provider Meta10, der knapp 40 Mitarbeitende beschäftigt, hektische Tage. Morgens um sechs Uhr brachte eine Cyberattacke den "Secure Cloud"-Service von Meta10 zum Erliegen. Im Laufe der folgenden Tage konnten einige Applikationsserver und Daten nach und nach wiederhergestellt werden. Aber auch eine Woche später muss der Provider immer noch gewisse betroffene Kunden um Geduld bitten. "Aufgrund der zum Teil sehr grossen Datenmengen sind die Wiederherstellungen zeitaufwändig", teilte das Unternehmen mit. Wir haben nach Details gefragt.
 
Graubünden führt die SwissID ein
Nach dem Kanton Jura führt auch der Kanton Graubünden die SwissID ein, wie der privatwirtschaftliche Anbieter SwissSign Group meldet. Aktuell sind die Einsatzmöglichkeiten in Graubünden limitiert. Als Beispiele genannt werden das Online-Login zum Bezug von Fischereipatenten im kantonalen Shop oder der Zugang zu Katalogen und Büchern des Kunstmuseums Chur. Maurus Blumenthal, Leiter Führungsunterstützung bei der Standeskanzlei Graubünden, erläutert auf unsere Anfrage die Hintergründe.
 
Spionage-Vorwürfe: Huawei holt zum Gegenschlag aus
In der aktuellen Debatte um die Sicherheit der Huawei-Technologie wehrt sich der chinesische Konzern gegen Vorwürfe aus den USA und kontert heftig. Die Ironie an den Anschuldigungen sei, dass ausgerechnet ein US-Gesetz amerikanischen Behörden den Zugriff auf Daten über Landesgrenzen hinweg erlaube, sagte der Huawei-Verwaltungsratschef Guo Ping am Mobile World Congress in Barcelona. Dabei blieb es nicht. "Prism, Prism an der Wand, wer ist der Vertrauenswürdigste im ganzen Land", fragte er in Anspielung auf das vor einigen Jahren bekanntgewordene Überwachungsprogramm des US-Geheimdienstes NSA. Wer den Satz nicht verstehe, könne Whistleblower Edward Snowden fragen, setzte er nach.
 
Warren Buffet versteht Oracle nicht
Der milliardenschwere Investor Warren Buffet versteht etwas von Businessplänen – möchte man meinen. Offenbar versteht er aber die Geschäftsabsichten von Oracle in Sachen Cloud überhaupt nicht. Dies gab der bekannte US-amerikanische Geschäftsmann zumindest gegenüber 'Bloomberg' zu Protokoll. Das kann auch damit zusammenhängen, dass Oracle seine Finanzberichte unzureichend aufschlüsselt. Denn so lässt Larry Ellisons Konzern auch Investoren rätseln, wie die Cloud-Bemühungen aussehen und was innerhalb des Jahresumsatzes passierte. Dies monieren offenbar auch Analysten, die mit Oracle vertraut sind.
 
Ein Viertel der Schweizer Heimnetzwerke löchrig
Der Security-Spezialist Avast hat weltweit 16 Millionen Heimnetzwerke scannen lassen. Laut dem Report haben heutzutage im Schnitt 40,3 Prozent aller Haushalte mindestens fünf oder mehr Geräte, die mit dem Internet verbunden sind. Und in 40 Prozent der Haushalte fand Avast mindestens ein ungenügend geschütztes Gerät, das ein Risiko für das ganze Netzwerk darstellt. Im Report finden sich auch gesonderte Zahlen zur Schweiz. Die Situation ist laut den Ergebnissen hierzulande besser als global, aber auch nicht berauschend gut.
 
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