Auch Kanton Glarus will eine ICT-Bildungsoffensive

Der Kanton Glarus kann zum 14. Mal hintereinander in seiner Jahresrechnung einen Gewinn ausweisen. 2018 waren es mit 1,9 Millionen Franken zwar eine Million weniger als im Jahr davor, aber trotzdem will der Kanton den guten Abschluss nutzen, um etwas für die ICT-Bildung zu tun. 2,5 Millionen Franken sollen zu Lasten der Jahresrechnung 2018 in den 2001 geschaffenen Fonds zur Förderung von ICT- und Digitalisierungsprojekten in der Bildung eingezahlt werden. Damit solle sichergestellt werden, dass auch künftig für Projekte im Themenfeld Digitalisierung und Bildung genügend Mittel zur Verfügung stehen. Der entsprechende Verpflichtungskredit soll 2019 der Landsgemeinde vorgelegt werden.
 
"Im Jahr 2001 haben wir schon einmal das gleiche Vorgehen gewählt", erläuterte Finanzdirektor Rolf Widmer gegenüber der 'Südostschweiz'. "Wir wollen damit die Informatik an den Schulen fördern, damit die Jungen für die Herausforderungen der digitalen Technologie gewappnet sind. Das ist in der heutigen Zeit sehr wichtig. Auch die Stimmbürger des Kantons St. Gallen haben vor kurzem eine ähnliche Bildungsoffensive beschlossen."
 
Die von Widmer angesprochene, kürzlich vom Stimmvolk angenommene ICT-Bildungsoffensive im Kanton St. Gallen ist zwar mit einem dafür bewilligten Kredit von 75 Millionen Franken einiges gewichtiger. Aber die Bevölkerung des Kantons St.Gallen ist mit 505'000 Einwohnern auch mehr als zwölf Mal grösser als die des Kantons Glarus (40'400). (hjm)