Baloise setzt auf smarte Fahrten-Schreiber von Ryd

Die Ryd-App zeigt Infos des Bordcomputers.
In Zusammenarbeit mit dem Startup Ryd Suisse macht Baloise Autos der Versicherungskunden zu smarten Cars. In einem Pilotprojekt erhalten ausgewählte Kunden eine "Ryd-Box", die sie im eigenen Auto anbringen können. In Zusammenarbeit mit einer App, biete die Box Zusatzfunktionen für die Fahrer.
 
Die Box arbeite zusammen mit dem On-Board-Diagnosesystem (OBD) eines Fahrzeugs und könne damit dem Fahrer über die App Infos über den Zustand des Autos liefern. Genannt werden von Baloise unter anderem der Füllstand des Tanks, der Zustand der Batterie oder nähere Informationen über ein Problem, das die Motorkontrollleuchte zum aufleuchten bringt.
 
Über eine GPS-Funktion biete das System eine Ortungs- und Navigationsfunktion. Der Standort liesse sich auch mit Freunden teilen und daneben gebe das System Warnung, wenn es bewegt werde. Diesen Fahrten-Alarm können User beispielsweise aktivieren, wenn sie in den Ferien seien. So gebe die App eine Warnung ab, falls das Auto abgeschleppt oder gestohlen werde. Zu den weiteren Funktionen der Ryd-Applikation zählen einen Fahrten-Verlauf, eine Notruf-Funktion und die Möglichkeit, einen Schaden zu melden und dabei über die App auch gleich Bilder an den Versicherer zu schicken.
 
"Gutes Fahren wird belohnt", schreibt der Versicherer weiter. Das System merke, wenn Fahrer stark beschleunigen oder scharf abbremsen, ausserdem werde die Dauer von Fahrten gemessen. Auf Grundlage dieser Daten errechne der Versicherer einen Score und nach diesem Score schliesslich die "Ryd-Points". Diese gesammelten Punkte können gegen Gutscheine bei Partnern eingelöst werden, schreibt Baloise.
 
Wie es auf der Website von Ryd heisst, würden Daten verschlüsselt übertragen und in einem deutschen Rechenzentrum gelagert. Fahrzeugdaten werden für die Leistungserbringung erhoben, analysiert und genutzt. Die User-Daten werden in anonymisierter Form unter anderem für die Analyse von Verkehrslagen, Unfallhäufigkeiten oder Strassenschäden ausgewertet. Ausserdem werte Ryd die Fahrzeug- und Fahrdaten aus, um beispielsweise innerhalb der App individuelle Angebote zu Produkten und Dienstleistungen anzubieten. (kjo)