Diese Digitalisierungs-Projekte fördert Innosuisse

Die Schweizerische Agentur für Innovationsförderung (Innosuisse) hat Anfang 2018 ihre Arbeit aufgenommen. Zu den Mitteln von Innosuisse gehört auch das "Impulsprogramm Fertigungstechnologien", für welches 24 Millionen Franken Fördergelder vorgesehen sind. Nun wurden für die ersten 27 Projekte 14 Millionen Franken gesprochen.
 
Die Projekte stammen aus dem Bereich Industrie 4.0 und Moderne Fertigungstechnologie in einem breiteren Sinne. Aus IT-Sicht finden sich aber auch einige interessante Projekte, wie aus einer Liste hervorgeht, die inside-it.ch vorliegt.
 
Marktforscher Gartner hat Digitale Twins zu einem der Technologie-Trends von 2019 erkoren. In der Fertigungstechnologie setzt man auch auf dieses Pferd: Vier Projekte in denen digitale Zwillinge von Bauteilen, Werkstoffen oder ganzen Systemen entwickelt werden, erhalten insgesamt fast zwei Millionen Franken. Das Geld fliesst an die Fachhochschule Nordwestschweiz (FHNW), die Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW) und an die Hochschule für Technik Rapperswil (HRS).
 
Für vier Projekte im Bereich KI und Machine Learning in Verbindung mit Robotics wurden etwas über zwei Millionen Franken vorgesehen. In den Genuss des Geldes kommen die Hochschule HE-Arc Ingénierie, die FHNW, das Forschungsinstitut IDIAP in Martigny und die Berner Fachhochschule (BFH). Erwähnenswert ist das Projekt "Towards True Collaborative Robotics". In diesem will die BFH einen sogenannten "Coboter" entwickeln, dem man Aufgaben so einfach soll beibringen können wie einem menschlichen Mitarbeiter.
 
Für zwei Projekte im Datenmanagement hat Innosuisse rund 720'00 Franken gesprochen, die an die Genfer Hochschule Hepia und die ETH Zürich fliessen. Die ETHZ setzt ein Projekt im Bereich des Internet of Medical Things (IoMT) um, das der medizinischen Forschung und der klinischen Überwachung von Patienten nutzen soll. Hepia seinerseits arbeitet am Management von Daten von unter der Erdoberfläche, das für Versorgung, Verwaltung und die Stadtplanung eingesetzt werden soll.
 
Auf der Liste findet sich auch ein Blockchain-Projekt des Switzerland Innovation Park Biel/Bienne (SIP BB), das Innosuisse mit knapp 320'000 Franken unterstützt. Dabei beschäftigen sich die Forschenden mit Qualitätstracking und Produktsicherheit über den gesamten Lebenszyklus eines Produktes via Blockchain und Smart Contracts.
 
Die Universität Genf erhält schliesslich fast 500'000 Franken für ein Projekt im Bereich Augmented Reality (AR), das die Fertigung und Wartung vereinfachen soll.
 
Das Geld wird für die Löhne der Forschenden aufgewendet, enthält aber auch einen Overhead-Anteil, wie Kathrin Hausammann von Innosuisse gegenüber inside-it.ch festhält. In die Projekte sind auch jeweils Industriepartner involviert, mit Ausnahme des Projekts der Universität Genf.
 
Wie die IT- und nicht-IT-Projekte in der Industrie 4.0 sind natürlich auch die Bereiche wie KI, Robotics, Data Management oder Blockchain nicht trennscharf voneinander geschieden. (ts)