Die IT-Woche:

Diese fünf Topstories sorgten in der Kalender-Woche zwölf für Diskussionsstoff in der Schweizer IT-Welt.

Industriekonzern von Ransomware global lahmgelegt
Eines der grössten Unternehmen Norwegens, Norsk Hydro, wurde Opfer eines Cyberangriffs. Der Angriff hat das Unternehmen dazu gezwungen, die Produktion in Werken in mehreren Ländern einzustellen. Hydro ist einer der grössten Aluminiumproduzenten der Welt und beschäftigt 35'000 Mitarbeitende in 40 Ländern, die sich von allen IT-Systemen ausloggen mussten. Auf Facebook – neben Telefon, SMS und Sitzungen der einzige verbliebene Kommunikationskanal des Konzerns –, meldete der Konzern: "In den meisten Geschäftsbereichen sind IT-Systeme betroffen, und Hydro wechselt nach Möglichkeit in den manuellen Betrieb. Wasserkraftwerke laufen normalerweise auf isolierten IT-Systemen."

Ruag wird zweigeteilt – inklusive IT-Systeme
Beim bundesnahen Rüstungs- und Technologiekonzern Ruag bleibt in den nächsten Jahren kein Stein auf dem anderen: Der internationale Unternehmensteil soll vollständig privatisiert oder verkauft werden. Juristisch wird die Ruag Holding AG ab Anfang 2020 eine neue Beteiligungsgesellschaft mit zwei Subholdings: MRO Schweiz und Ruag International. Diese beiden Subholdings werden separat geführt und finanziell voneinander unabhängig sein. Auch die IT-Systeme sollen voneinander getrennt werden, wobei das Informatiksystem von MRO Schweiz in den Sicherheitsperimeter des VBS integriert wird. Damit soll die IT-Sicherheit im Nachgang zum Hack von 2016 weiter gestärkt werden.

Huawei-Debatte erreicht die Schweiz
Die USA haben auch in Bern wegen des Aufbaus der 5G-Technologie interveniert. Im Zentrum steht die Zusammenarbeit mit Huawei. Die USA drängen die Schweiz dazu, Vorsicht walten zu lassen und die Risiken zu berücksichtigen. Der Bundesrat ist sich der Situation durchaus bewusst. Es müsse jedoch immer davon ausgegangen werden, dass bei der Infrastruktur für Kommunikations- und Informationstechnologie unter Umständen ein unberechtigter Zugriff möglich sei, unabhängig, von wem und woher die Technologie stamme.

Credit Suisse ermöglicht bald Apple Pay und Samsung Pay
Ab Ende April soll es laut Medienberichten möglich sein, Apple Pay mit den Kreditkarten von Credit Suisse zu nützen. Gleichzeitig werde auch eine Verknüpfung der Credit-Suisse-Kreditkarten mit Samsung Pay möglich. Die Bank sei "seit mehreren Monaten in Gesprächen mit internationalen Technologie-Anbietern von mobilen Zahlungsmöglichkeiten", schreibt uns Credit Suisse. Man sei zuversichtlich, diese in den nächsten Monaten zu "einem positiven Abschluss bringen zu können." Strategie der CS sei es, der internationalen Kundschaft alternative Technologien anzubieten und eine gewisse Auswahl zur Verfügung zu stellen. Ausserdem wolle man Lösungen anbieten, die auch im Ausland genutzt werden können.

US-Präsidentschaftskandidat gehörte zu legendärer Hacker-Gruppe
Beto O'Rourke könnte Donald Trump bei der Präsidentschaftswahl 2020 herausfordern, falls er sich bei den Vorwahlen durchsetzen sollte. Natürlich wird nun in der Vergangenheit von O'Rourke recherchiert und der Politiker hat sich erstmals dazu bekannt, Mitglied einer legendären Hacker-Gruppe gewesen zu sein: The Cult of the Dead Cow (cDc). "cDc", scherzhaft nach einem verlassenen texanischen Schlachthaus benannt, wurde 1984 gegründet Allerdings, so US-Medienberichte, beschäftigte sich die Gruppe bis Ende der 1980er Jahre mehr mit dem Schreiben über Hacking als mit dem Einbruch in IT-Systeme und es gibt keinen Hinweis darauf, dass O'Rourke sich jemals mit den härtesten Arten von Hacking-Aktivitäten befasst hat.
 
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