Fintech Neon lanciert "Smartphone-Konto"

Zwei Mal pro Monat kann mit der Neon-Kreditkarte kostenlos Bargeld an einem Bankomaten bezogen werden.
Heute lancierte das Zürcher Fintech sein digitales Konto. Dies nachdem das Unternehmen in einer sechsmonatigen Test-Phase bereits mehrere Tausend Kunden gewinnen konnte, wie es in einer Mitteilung heisst. "In spätestens 5 Jahren möchten wir 300'000 bis 500'000 Kunden haben. Somit würden wir dann zu den 10 grössten Banken der Schweiz gehören", sagt Neon-Mitgründer Julius Kirscheneder. Das digitale Konto hinter Neon wird von der Hypothekarbank Lenzburg geführt und unterliegt somit der Schweizer Einlagesicherung.
 
Neon bietet ein Banking-Paket, das neben einem Gratis-Konto auch eine kostenlose Mastercard beinhaltet. Neben der Kontoeröffnung und -führung sind auch Transaktionen im In- und Ausland gratis. "Wir fokussieren einzig auf die Alltagsbedürfnisse unserer Kunden und offerieren das günstigste Konto der Schweiz", sagt Mitgründer Jörg Sandrock. Standardprozesse wie die Kontoeröffnung oder -sperrung würden hierzulande noch nicht vollständig digital ablaufen. Ein Konto bei Neon liesse sich in zehn Minuten eröffnen und dies vollständig über das Smartphone und mittels Video-Identifikation. Neon plant auch bereits eine Weiterentwicklung. Künftig solle Neon nicht nur Bankkonto sein, sondern "auch als Versicherung oder 3. Säule dienen", sagt Kirscheneder.
 
Ein ähnliches Angebot bietet auch die Bank Cler mit "Zak". "Als Postfinance Anfang Jahr ihre Gebühren erhöhte, haben wir ein deutliches Kundenwachstum gespürt", sagt Matthias Häne, Leiter Digitalisierung bei der Bank Cler. Rund 14'000 Personen nutzen Zak bereits, Tendenz steigend.
 
Auch die grossen Banken der Schweiz hat der Trend hin zum Online-Banking erfasst. "40 Prozent unserer E-Banking-Kunden benutzen ausschliesslich das Smartphone als Schnittstelle zur Bank", sagt eine Sprecherin der UBS. Die grösste Bank der Schweiz verteidigt ihre höheren Gebühren im Vergleich zu Zak und Neon: "Wir haben ein breiteres Angebot und decken mehr Kundenbedürfnisse ab", heisst es auf Anfrage der Nachrichtenagentur 'AWP'. Daher setze UBS weiterhin auf ihr bisheriges Angebot mit E-Banking und ihrer App. (kjo/sda)