Intel entlässt hunderte Tech-Admins

Der Chiphersteller Intel hat Berichten zufolge hunderte von IT-Administratoren entlassen. Vergangene Woche sei eine "beträchtliche Anzahl von IT-Mitarbeitenden an Standorten im gesamten Unternehmen entlassen" worden, schreibt die US-Zeitung 'The Oregonian' mit Berufung auf Quellen innerhalb des Unternehmens.
 
Intel bestätigt gegenüber der Zeitung die Entlassungen, teilt aber nicht mit, wie viele Angestellte betroffen sind. Auch nennt der Konzern keine konkreten Gründe für den Stellenabbau. "Die Veränderungen in unserer Belegschaft werden von den Bedürfnissen und Prioritäten unseres Unternehmens bestimmt, die wir kontinuierlich bewerten", so Intel in einem Statement zu 'The Oregonian'. In Oregon beschäftigt der Konzern rund 20'000 Mitarbeitende. Die Entlassungen betreffen dem Bericht zu folge die Intel-Standorte in den USA und in Costa Rica.
 
Laut dem Bericht liegen den nun bekannt gewordenen Stellenstreichungen keine Sparmassnahmen zu Grunde, obwohl Intel für 2019 einen stagnierenden Umsatz prognostiziert hat. Viel mehr habe der Abbau damit zu tun, wie der Hersteller die eigenen Systeme betreibt. Intel werde den Betrieb unter einem einzigen Dienstleister, dem indischen Technologieriesen Infosys, konsolidieren, so die Zeitung mit Berufung auf ein internes Memo. Weniger externe Dienstleister bedeute auch weniger Personal bei Intel, um diese zu beaufsichtigen.
 
Gleichzeit plant Intel Investitionen in Fabriken in den USA, Irland und Israel. In Israel investiert der Konzern zehn Milliarden Dollar in eine neue Fabrik, wo rund 1000 Arbeitsplätze entstehen sollen. Auch in Irland und Oregon plane der Konzern jeweils mehrere Milliarden Dollar in den Bau neuer Fabriken zu stecken, schreibt 'Fortune'. (kjo)