Wo Basel dreckig ist, sagt jetzt ein Computer

Das Tiefbauamt der Stadt Basel führt ab dieser Woche einen Test für eine automatisierte Sauberkeitsmessung für Strassen, Plätzen und Parks durch. Das Ziel ist es, Reinigungsarbeiten aufgrund der gewonnen Erkenntnisse nicht mehr einfach nach fixen Zeitplänen sondern dort durchführen zu lassen, wo es wirklich notwendig wird.
 
Für die Tests hat das Tiefbauamt zuerst ein mit Kamera und Bordcomputer ausgestattetes Velo im Einsatz. Nach Ostern soll dann auch eine entsprechend ausgerüstete Wischmaschine und ein Kehrichtfahrzeug folgen.
 
Die Fahrzeuge sollen täglich morgens, mittags und abends 20 Kilometer lange Routen absolvieren. Die Kamera nimmt dabei die Strassenoberflächen und Trottoirs auf. Die Auswertung der Aufnahmen erfolgt laut der Medienmitteilung der Stadt durch Bilderkennung direkt auf dem Bordcomputer. Dieser erkenne und zähle Zigarettenstummel, Scherben, Kaugummi, Laubblätter, Papierfetzen, Exkremente und ähnliches und trage diese Daten dann auf einem Stadtplan ein. Die eingesetzte Technik stamme von einem Schweizer Start-up-Unternehmen.
 
Der Bordcomputer speichere nur diese Auswertung, so das Tiefbauamt, aber nicht die ursprünglichen Bilddaten. Der Datenschutz sollte also gewährleistet sein. (hjm)