Boeing: Es war die Software

Der US-Technologie-Konzern Boeing geht durch harte Zeiten. Nach dem Absturz von zwei neuen Maschinen des Typs 737 Max 8 belegten Flugaufsichtsbehörden weltweit die Flugzeuge dieses Typs mit einem Flugverbot.
 
Gestern nun musste Boeing-Chef Dennis Muilenburg zugeben, dass ein System namens MCAS (Maneuvering Characteristics Augmentation System) fälschlicherweise aktiviert wurde. Die Aktivierung war durch falsche Sensor-Daten ausgelöst worden. Dies hat sehr wahrscheinlich zu den Abstürzen geführt. Boeing habe nun "unermüdlich" an einem Update der Software gearbeitet. Das Update sei bald fertig und könne nach der Zertifizierung durch die Aufsichtsbehörde in die Flugsysteme eingespielt werden. Zusammen mit zusätzlichen Schulungen werde er künftige Unfälle vermeiden, so Muilenburg.
 
Gestern Abend wurde dann aber bekannt, dass ein weiterer Fehler in der Bordsoftware des Typs 737 Max 8 gefunden wurde. Auch dieser soll nun korrigiert werden. Eine genaue und doch gut verständliche Erklärung rund um die Flugzeugabstürze und den Einfluss von Software gibt es bei der 'NZZ'. (hc)