Adecco: Nachfrage nach Informatikern bleibt gross

Links: Entwicklung des Adecco Job Market Index seit 2015 (schwarz) und Entwicklung im Bereich Informatik (blau). Rechts: Veränderung zum Vorquartal. (Source: Adecco)
Schweizer Unternehmen suchen weiter fleissig nach neuem Personal. In den ersten drei Monaten 2019 waren knapp sieben Prozent mehr Stellen ausgeschrieben als noch im Vorjahr. Bereits in den Vorquartalen war es laut dem Adecco Swiss Job Market Index kräftig nach oben gegangen. Insbesondere Vakanzen in den Berufen der Technik und Informatik haben zugenommen. Im Bereich Informatik verzeichnet Adecco 13 Prozent mehr ausgeschriebene Stellen als im Frühjahr 2018.
 
Im Vergleich zum vierten Quartal 2018 aber kamen kaum mehr neue Jobs auf den Markt. Der Index zeige eine weitgehende Stagnation in fast allen Berufsgruppen im Vergleich zum Vorquartal, sagte Adecco-Schweiz-Chefin Nicole Burth in einer Mitteilung. Der Index-Wert im Bereich Informatik sank gar leicht von 146 Punkten im vierten Quartal 2018 auf aktuell 144 Punkte.
 
Es bleibe abzuwarten, ob sich die gedämpften Konjunkturprognosen im Stellenmarkt abbildeten, schreibt Adecco. Die Schweizer Wirtschaft habe inzwischen aufgrund der sich abkühlenden Weltwirtschaft einen Gang zurückgeschaltet. Sie dürfte dieses Jahr laut Prognosen nur noch knapp halb so schnell wachsen wie im letzten Jahr.
 
Es gebe ein Fachkräfteüberangebot bei kaufmännischen und administrativen Berufen, heisst es weiter. Administrative sowie repetitive Berufe werden zunehmend automatisiert. "Spezialisierungen sowie Um- und Weiterbildungen, vor allem auch in digitalen Bereichen, werden in dieser Berufsgruppe immer wichtiger", führt Burth aus.
 
In Zusammenarbeit mit dem Stellenmarkt-Monitor Schweiz (SMM) am Soziologischen Institut der Universität Zürich veröffentlicht Adecco viermal pro Jahr den Job Market Index. Er beruht auf repräsentativen Quartalserhebungen der Stellenangebote auf Onlinestellenportalen und Unternehmenswebsites. (kjo/sda)