Wo steht das Zürcher Amt für Informatik heute?

Das AFI betreut derzeit 1600 IT-Arbeitsplätze und eine SAP-Infrastruktur mit über 10'000 Anwendern.
 
Der Zürcher Regierungsrat hat den jährlichen Geschäftsbericht des Kantons vorgelegt und sich auch zur IT-Strategie und dem Amt für Informatik (AFI) geäussert. Die kantonale Informatik-Strategie wurde erst im Mai 2018 verabschiedet, nachdem eine externe Prüfung die alte Strategie für gescheitert erklärt hatte. Relativ unspektakulär heisst es dazu: "Die Umsetzung verläuft planmässig."
 
Im Zentrum der Bemühungen stand letztes Jahr der Aufbau des AFI, das künftig für die IKT-Grundversorgung zuständig ist. "Die IKT-Grundversorgung, einschliesslich Telematik, sowie der Betrieb der Fachapplikationen der Baudirektion und der Staatskanzlei wurden zur Jahresmitte erfolgreich ins AFI überführt", ist dem Bericht zu entnehmen. Im ersten Halbjahr 2019 soll dann die Grundversorgung der Volkswirtschaftsdirektion ans AFI übertragen werden.
 
Die IT-Mitarbeitenden der Baudirektion wechselten zum AFI, ebenso die Mitarbeitenden der Abteilung Organisation und Informatik ("PC-Support") sowie jene aus dem Bereich Telematik, der zum Immobilienamt gehörte. Der Personalaufwand des AFI betrug für 2018 laut Bericht 47,2 Millionen Franken.
 
Per Ende 2018 betrieb das AFI insgesamt 1600 IT-Arbeitsplätze, einschliesslich der Sicherstellung des Supports durch einen zentralen Service Desk. Gleichzeitig stellte es den Betrieb des kantonsweiten Netzwerks mit 21'000 Ports, der Telefonie mit 10'000 Anschlüssen und der SAP-Infrastruktur mit rund 10'150 Anwendern sicher, wie dem Bericht zu entnehmen ist.
 
Im Bereich der Projekte habe das AFI die Direktion der Justiz und des Innern in der Ablösung des Finanzsystems IRIS durch SAP mit go-live zum Jahresende unterstützt, schreibt die Regierung. Ausserdem habe es weiteren Direktionen bei der Einführung des E-Dossiers Hilfe geleistet. Weiter konnte der Providerwechsel des Internetzugangs, bisher sichergestellt durch Abraxas und seit Dezember durch Swisscom, als "Überbleibsel" aus dem Leunet-Projekt abgeschlossen werden, so der Bericht. Leunet ist das kantonsinterne Datennetz.
 
Erst kürzlich wurde im Kanton Zürich die Zentralisierung der IT der Berufs- und Mittelschulen beschlossen, eigentlich ein klassischer Fall für das AFI. Da das Amt sich aber noch im Aufbau befindet und viele Stellen noch geschaffen werden müssen, wird die Grundversorgung extern vergeben. (ts)