Google ändert Android-Einstellungen nach EU-Strafe

Google schaltet nach einer Milliarden-Kartellstrafe für Nutzer von Android-Handys in Europa eine neue Option frei, um zusätzliche Internet-Browser und Suchmaschinen zu installieren. "Um der Entscheidung der Europäischen Kommission nachzukommen, werden wir den Android-Nutzern in Europa neue Screens mit der Möglichkeit bieten, Such-Apps und Browser herunterzuladen", so Paul Gennai, Google Product Management Director. Diese Screens werden laut Blogeintrag angezeigt, wenn ein User nach Erhalt eines Updates zum ersten Mal Google Play öffne. Das entsprechende Update werde in den nächsten Wochen für neue und alte Geräte ausgerollt.
 
Genauer gesagt, erscheinen zwei Screens: einer für die Search Apps, einer für die Browser. Beide erhielten insgesamt fünf alternative Applikationen, inklusiver solcher, die bereits auf einem Gerät installiert seien. Apps, die noch nicht auf einem Smartphone installiert seien, wurden laut dem Google-Manager aufgrund ihrer Beliebtheit ausgewählt und werden in zufälliger Reihenfolge angezeigt. Installiere ein Anwender beispielsweise einen zusätzlichen Browser, führe Android den User automatisch durch die Schritte um den Browser als Default-App festzulegen.
 
Verlangt hat die Nachbesserung die EU-Kommission. Sie verdonnerte den Google-Mutterkonzern Alphabet vergangenes Jahr zu einer Rekordstrafe von 4,3 Milliarden Euro. Google habe den Herstellern von Android-Geräten auferlegt, sicherzustellen, dass der Internetverkehr auf Android-Geräten über die Google-Suchmaschine laufe, so ein Kritikpunkt der EU. "Auf diese Weise hat Google Android dazu verwendet, die marktbeherrschende Stellung seiner Suchmaschine zu festigen", sagte EU-Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager. (sda/kjo)