Huawei wächst trotz (oder wegen) neuen Vorwürfen enorm

Der Bann von Huawei in den USA habe wie eine riesige Werbekampagne gewirkt, sagte Huaweis Mobile-Business-Chef Richard Yu kürzlich. Die neusten Zahlen scheinen das zu bestätigen: Die Erlöse seien um 39 Prozent auf 26,8 Milliarden Dollar gestiegen, teilte man aus Shenzhen mit.
 
Huawei hat im ersten Quartal 59 Millionen Smartphones verkauft. Zudem seien 70'000 5G-Basisstationen ausgeliefert worden, teilt Huawei mit und erklärt, dass die Dominanz in diesem Bereich weiterhin Firmenziel sei. Brisant ist dies deshalb, weil gerade die 5G-Infrastruktur immer wieder Anlass zur Diskussion über Backdoors und Spionage liefert.
 
Praktisch zeitgleich mit der Veröffentlichung der Quartalszahlen erheben die USA weitere schwere Vorwürfe: Die CIA erklärte gegenüber befreundeten Geheimdiensten, Huawei habe sich von chinesischen Sicherheitsbehörden und der Armee finanzieren lassen. Dies berichtet 'The Times' mit Verweis auf einen Informanten beim britischen Geheimdienst.
 
Huawei weist wie schon bislang alle Vorwürfe zurück. Der Konzern wollte zu den "Vorwürfen ohne jeglichen Beweis" keine Stellung nehmen, hiess es lediglich. (ts)