Es gibt Verstär­kung für den Luzerner Daten­schützer

Der neue Luzerner Datenschutzbeauftragte Matthias Schönbächler ist in einem 50-Prozent-Pensum tätig und erhält bald Verstärkung. Wie die 'Luzerner Zeitung' berichtet hat er nun ein Stelleninserat publiziert, mit dem ein Mitarbeiter oder eine Mitarbeiterin gesucht wird. Die Stelle ist mit einem 40-Prozent-Pensum ausgeschrieben. Damit wäre die Datenschutzstelle wieder, wie vom Parlament genehmigt, zu 90 Prozent besetzt. Nach einer acht Monate dauernden schwierigen Phase, so die Zeitung, soll in der Luzerner Datenschutzstelle wieder Normalität einkehren.
 
Gesucht wird ein Jurist oder ein Informatiker mit Hochschulabschluss, wie aus dem Inserat hervorgeht. Erfahrung im Bereich der Daten- und Informationssicherheit sei von Vorteil. Schönbächler ist Rechtsanwalt und suche vorzugsweise einen Techniker mit juristischem Grundwissen, wie er der Zeitung sagt.
 
Bald mehr Ressourcen für Datenschutzstelle
Schönbächlers Vorgänger, Reto Fanger, hat seine Stelle vergangenes Jahr aus Protest gegen die knappen Ressourcen gekündigt. Die gesetzlichen Aufgaben der Datenschutzaufsicht hätten mit den wenigen Ressourcen nicht wahrgenommen werden können, sagte Fanger. "Seit 2015 werden Massnahmen zur Verbesserung angekündigt – und dann widerrufen", begründete er seine Kündigung. Auch unter Fanger standen der Luzerner Datenschutzstelle 90 Stellenprozent zur Verfügung: 50 Prozent für den Datenschützer und weitere 40 Prozent für seinen Kollegen.
 
Laut Bericht soll im nächsten Jahr die Datenschutzstelle um 100 auf 190 Stellenprozent aufgestockt werden. Der Kantonsrat müsse dem aber noch zustimmen. (kjo)