Die IT-Woche:

Diese fünf Topstories sorgten in der Kalender-Woche 18 für Diskussionsstoff in der Schweizer IT-Welt.
 
Abraxas schreibt im ersten Jahr Verlust
In den Anfang Woche vorgelegten Geschäftszahlen weist Abraxas einen operativen Verlust von 10,7 Millionen Franken aus. Im Jahr zuvor lag der Verlust noch bei 2,1 Millionen Franken. Das neue Unternehmen – vergangenen Sommer bestätigten auch die Aktionäre den Zusammenschluss mit VRSG – "entwickelt sich weitestgehend wie geplant", lässt das Unternehmen verlauten. Verantwortlich für die Verluste seien drei Faktoren gewesen: Projekte im Steuerbereich, die sich nicht wunschgemäss entwickeln, die Integrationskosten für die Fusion und auch die umgestellte Rechnungslegung hätten zu zusätzlichen Abschreibungen geführt.
 
Künftiges Windows 10 braucht grössere Festplatten
Microsoft nutzt das kommende Windows-10-Update vom Mai 2019, also die Version 1903, um die benötigten minimalen Hardware-Anforderungen zu erhöhen. Die 32-Bit-Windows-Version funktionierte bis anhin bei einem Mindestspeicherplatz von 16 GB und die 64-Bit-Windows-Version mit 20 GB. Neu sollen 32 GB für beide Versionen nötig sein. Ein Teil des zusätzlichen Speicherplatzes wird dauerhaft für den Installationsprozess reserviert. Damit wollen die Redmonder sicherstellen, dass künftige Updates problemlos installiert werden können.
 
Agilisierung: Der Hype in der Schweiz flacht ab
SwissQ hat schon zum elften Mal in Folge seine Studie "Trends & Benchmarks" zur Schweizer Software-Entwicklungsszene veröffentlicht. Der umfangreiche Report dreht sich um viele Themen, von Vorgehensweisen in der Softwareentwicklung, DevOps, Requirements-Engineering und Testing bis zur Art, wie Unternehmen die Transformation angehen. Der Hype um Digitalisierung und Agilisierung habe sich abgeflacht, fasst Silvio Moser, der CTO von SwissQ, einige der Resultate zusammen. Viele Unternehmen, so fügt er an, würden "erkennen, dass es für zufriedene Kunden und um die Konkurrenz in Schach zu halten, nicht nur einige Leuchtturm-Projekte braucht".

Swisscom lässt Stimmerkennung sein
Als eines der ersten Unternehmen führte Swisscom 2016 im Callcenter mit Voiceprint ein System für die Identifizierung von Kunden über die Stimme ein. Grundsätzlich funktioniere die Technologie und man habe damit gute Erfahrungen gemacht, bilanziert das Unternehmen. Der Telco hat nun aber dennoch entschieden, Voiceprint nicht weiterzuführen. Begründet wird der Schritt auf unsere Anfrage mit Investitionen. Derzeit erneuert das Unternehmen die Telefonie-Plattform für die Hotline. Im Zuge dessen müsste Swisscom auch für Voiceprint in ein neues System investieren. Da aber nur ein kleiner Teil der Anrufe eine solch tiefe Authentifizierung benötigten habe man zu wenige Aufzeichnungen vornehmen können und so lohne sich das Investment nicht, sagt uns Swisscom.
 
Docker Hub gehackt
Docker teilte mit, vergangene Woche einen illegitimen Zugriff auf eine Docker-Hub-Datenbank festgestellt zu haben. Die Site sei anschliessend sofort gesichert worden, aber die Angreifer könnten Zugriff auf Daten von rund 190'000 Usern gehabt haben. Dies entspreche etwa fünf Prozent der User des Hubs. Zu den möglicherweise abgegriffenen Daten gehören Usernamen und Passwörter in gehashter Form sowie Tokens für Github und Bitbucket. Finanzielle Daten würden nicht in dieser Datenbank gespeichert, betont das Unternehmen.
 
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