Neue Version 5.1 des Linux-Kernels ist freigegeben

Gut zwei Monate nach der Lancierung von Linux 5.0 ist nun die Version 5.1 fertig. Soeben hat Linux-Initiator Linus Torvalds die jüngste Version mit Änderungen im nahezu gleichen Umfang wie bei der Vorgängerversion von Anfang März freigegeben. Die rund 13'000 Änderungen verteilen sich auch diesmal wieder über alle Bereiche des Kernels.
 
Doch da der Kernel zuletzt bereits grosse Fortschritte bei den zugehörigen Werkzeugen, Testroutinen und der Dokumentation gemacht habe, sei es diesmal nicht mehr der reine Kernel-Code allein weiterentwickelt worden, sondern auch andere Dinge, schreibt 'Pro-Linux.de'.
 
Unter anderem verweist man dort darauf, dass die für WLAN zuständige mac80211-Schicht die Bandbreite nun fair auch zwischen verschiedenen Stationen verteilen kann. Ausserdem beherrsche der Grafiktreiber Nouveau für Nvidia-Chips neuerdings die heterogene Speicherverwaltung. Weiter heisst es dort, "eine grössere Neuerung ist, dass beim Kernel-Live-Patching frühere Patches durch einen einzelnen neuen Patch ersetzt werden können".
 
Laut dem c't-Bericht von 'Heise', ist mit Linux 5.1 eine altbekannte Schwachstelle des Kernels angegangen worden. Demnach bringt "die neue Version endlich eine zeitgemäße Infrastruktur, um Daten asynchron zu lesen oder zu schreiben". Insgesamt habe es neben einer Fülle neuer Features "viele neue oder signifikant verbesserte Treiber" gegeben, heisst es dort weiter.
 
Eine Zusammenfassung der Änderungen gibt es hier und eine Patch-Version lässt sich hier herunterladen. (vri)