Red Hat kündigt Openshift 4 an

Satya Nadella (links) und Jim Whitehurst, die CEOs von Microsoft und Red Hat, gemeinsam auf der Bühne in Boston. Bild: kjo
Mit dem neuen Release der Kubernetes-Plattform verspricht der Anbieter mehr Automatisierung und eine engere Kooperation mit Microsoft.
 
Red Hat hat mit Openshift 4 eine neue Generation der Kubernetes-Plattform präsentiert. Sie wurde entwickelt, um den komplexen Realitäten der Container-Orchestrierung in Produktionssystemen gerecht zu werden, so der Anbieter von Open-Source-Lösungen.
 
Hybrid- und Multi-Cloud-Umgebungen sind heute Standard. Laut dem Marktforscher IDC werden bis 2020 mehr als 90 Prozent der Unternehmen weltweit über eine Multi-Cloud-Strategie verfügen. Openshift 4 sei für verschiedene Umgebungen entwickelt worden und biete ein einheitliches Cloud-Erlebnis für die hybride Welt, verspricht nun Red Hat.
 
"Die Zukunft der Unternehmens-IT wird durch Hybrid- und Multi-Cloud-Computing bestimmt, wobei Kubernetes als Brücke fungiert, um Workloads zwischen lokalen Rechenzentren und Public Clouds nahtlos zu verbinden", sagte Ashesh Badani, SVP Cloud Platforms bei Red Hat.
 
Als wichtigste Funktionen von Openshift 4 nennt Red Hat automatische Software-Updates und Lifecycle-Management über die Hybrid Cloud hinweg. "Kubernetes Operators" vereinfache die Anwendungsbereitstellung und das Lifecycle-Management. Support bei den wichtigsten Public-Cloud-Anbietern – Alibaba, AWS, Google, IBM und Azure – sowie Private-Cloud-Technologien, Virtualisierungs-Plattformen und Bare-Metal-Servern biete Flexibilität.
 
Gleichzeitig kündigte Red Hat eine Kooperation mit Microsoft und die Verfügbarkeit von "Azure Red Hat Openshift" an. Dieser Dienst stelle Kubernetes-Cluster in Azure bereit, die gemeinsam von Microsoft und Red Hat verwaltet und unterstützt werden, wie die Unternehmen mitteilen. Satya Nadella präsentierte die Kooperation dann auch gemeinsam mit Jim Whitehurst auf der Bühne.
 
Für neue Applikationen scheine sich eine Micro-Services-Architektur und eine Bereitstellung in Containern mehr und mehr durchzusetzen, sagte Werner Knoblich, Red Hats EMEA-Chef, zu Journalisten an einer Konferenz in Boston. Bei neuen Applikationen, die so bereitgestellt werden, sei dies ein Vorteil. Denn in der Openshift-Plattform sei eine Applikation per Definition Cloud-fähig, so Knoblich. "Die Applikation weiss nicht, ob sie On-Premise oder in der Public Cloud betrieben wird."
 
Anders sei dies bei Legacy-Anwendungen. Hierfür zähle Red Hat auch auf Partner, wie Berater oder Softwarehersteller (ISVs), die Unternehmen dabei helfen, ihre bestehenden Legacy-Applikationen zu "containerisieren. Für Red Hat seien die Partner und das Ökosystem seit jeher wichtig, so Knoblich weiter, und in diesem Bereich sehe er grosses Potenzial, aber auch Bedarf bei etwa Systemintegratoren, entsprechendes Know-how aufzubauen. (Katharina Jochum)
 
Interessenbindung: Die Autorin wurde von Red Hat an die Konferenz "Red Hat Summit 2019" in Boston eingeladen (Flug, Übernachtung).