Die IT-Woche:

Diese fünf Topstories sorgten in der Kalender-Woche 19 für Diskussionsstoff in der Schweizer IT-Welt.
 
Die SBB tastet sich in die Public Cloud
Die SBB sucht Partner, die über "fundiertes Knowhow und Erfahrung" zu den Services von AWS, Azure und Google verfügen. Wie uns ein SBB-Sprecher erklärt, benutzt die SBB bereits Public Cloud Services von AWS für Innovationsprojekte. Auch verwendet die SBB einige Services der Azure Cloud, vor allem im Zusammenhang mit Office 365. Nun wollen die Bundesbahnen aber die Angebote der Public Cloud Provider nutzen, um mehr Workloads dahin zu verschieben. Er begründet dies damit, dass "AWS, Azure und Google einen ausgereiften Service anbieten, sehr innovativ vorwärts gehen und immer mehr Use Cases kostengünstig und relativ einfach abdecken können."
 
Ganze US-Stadt ist nach Angriff mit Ransomware down
Am 7. Mai wurde die US-Stadt Baltimore von einem verheerenden Ransomware-Angriff heimgesucht, etliche Dienste waren zumindest gestern noch immer offline. Ausser Polizei, Feuerwehr und Notfallsystemen waren praktisch alle Abteilungen der Stadtverwaltung in irgendeiner Weise betroffen, berichteten verschiedene US-Medien. Schuld daran sei eine neue "sehr aggressive" Variante der Ransomware "RobbinHood", so der CIO der Stadt. Der Vorfall habe sich ereignet, obwohl die IT-Security der Stadt geprüft und auf dem neusten Stand sei, wie er betonte.
 
Wie gut passt IBM zu Red Hat?
Die zuständige US-Behörde bewilligt die Red-Hat-Übernahme durch IBM. Die beiden Firmenchefs Ginni Rometty und Jim Whitehurst erklären uns am Boston Red Hat Summit den Deal, erläuterten die unterschiedlichen Firmenkulturen und welche Vision sie eint. Unabhängig soll Red Hat bleiben, da sind sich die beiden CEOs einig. Und was die Kultur anbelangt sei eher IBM diejenige Firma, die sich anpassen solle, nicht Red Hat: "Das Red-Hat-Team hat hart an seiner Kultur gearbeitet. Sie sollen sie beibehalten", sagte Rometty. Teilen würden die beiden Firmenchefs aber eine gemeinsame Vision einer Hybrid- und Multi-Cloud-Welt. Redaktorin Katharina Jochum berichtet aus Boston.
 
Bund sucht für 60 Millionen Franken IT-Projektleiter
Das BIT sucht Projekt- und Programmleitungen. Das Amt will im Zeitraum 2019 bis 2024 Leistungen von total 60 Millionen Franken abrufen können. Es gehe um Gesamtprojektleitungen bei kleineren Vorhaben und Teilprojektleitungen bei grossen Vorhaben. Darunter sind drei IKT-Schlüsselprojekte sowie rund 100 fortlaufende Projekte des BIT für die gesamte Bundesverwaltung, erklärt eine BIT-Sprecherin auf unsere Anfrage. Sicher werde es Bedarf beim Programm DaziT der Zollverwaltung sowie beim riesigen SAP-Migrationsprogramm "SUPERB23" geben. Auch die Migration von 40'000 Arbeitsplätzen auf Windows 10 und Office 2016 im Rahmen von "APS2020" werde Ressourcen brauchen.
 
Microsoft: "Windows erhält einen vollwertigen Linux-Kernel"
Die langjährige Feindschaft von Microsoft und Linux scheint zur bald vergessenen Episode der Tech-Geschichte zu werden, nun da Open Source und insbesondere Linux zum Mainstream geworden ist. Das hat man in Redmond erkannt, und ermöglichte bisher schon, Linux via einem Windows Subsystem for Linux (WSL) auszuführen. Nun kündigt Microsoft an, den Linux-Kernel in Windows zu integrieren. "Eine Bombe!" heisst es bei den Fachleuten samt Ausrufezeichen. Konkret besagt die Ankündigung, ab Sommer 2019 werde Microsoft zusammen mit den Insider-Builds von Windows 10 und der neuen WSL-Version einen vollwertigen Linux-Kernel ausliefern. Der Kernel wird Open Source sein und die Community erhält über GitHub Zugriff.
 
Hausmitteilung: Willkommen, Christian!
Seit Anfang April ist Christian Zweifel für die Leitung des Verkaufs in unserem Verlag, der Huron AG, zuständig. Er folgt damit auf Roberto Troisi, der zum Distributor Arrow als Customer Experience Manager und damit zurück in die IT-Branche gehen wird.
 
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