Post nimmt zweiten Anlauf für Client-Beschaffung

Die Ende letzten Jahres wegen fehlender korrekter Angebote abgebrochene Beschaffung von damals rund 78'000 Komponenten hat die Post nun neu lanciert.
 
Die von der Schweizer Post im letzten Oktober unter dem Titel "Future Client" gestartete und dann nach Verlängerung im Dezember abgebrochene Beschaffung von PCs, Notebooks, Thin-Clients und Monitoren geht in die nächste Runde. Begründet wurde der Abbruch damals damit, dass kein "anforderungsgerechtes Angebot eingegangen" sei.
 
Wie der nun erneut auf Simap publizierten Ausschreibung namens Future Client II zu entnehmen ist, werden in einem Los Clients, Monitore, Dockingstations, Mäuse und Tastaturen sowie Dienstleistungen im Umfeld der Büroautomation der Post (BAPO) gesucht. Im zweiten Los geht es dann um Clients, Monitore, Mäuse und Tastaturen sowie Dienstleistungen im Umfeld der Verkaufsstellen des Postnetzes (PSTA). Angebote sind für ein oder für beide Lose einzureichen, es "muss aber immer ein ganzes Los angeboten werden", so die Post.
 
Nach den nun erfolgten Änderungen gefragt, stellt die Post in einer E-Mail an inside-it.ch die Bemerkung voran, dass man "nach wie vor bedauert, dass das Verfahren letzten Herbst abgebrochen werden musste". Gleichzeitig, betont Pressesprecher Erich Goetschi, dass man "den strengen Anforderungen des Vergaberechts gerecht werden" müsse.
 
Neu, kommt Goetschi dann zur Sache, sei bei dieser Ausschreibung nicht nur die Aufteilung in zwei Lose, sondern auch, dass nur noch für die Schweiz ausgeschrieben werde. "Die Komponenten aus Los 2 haben spezifische und spezielle Anforderungen", weshalb man sie jetzt separat ausgeschrieben habe. Zudem habe die Begrenzung beider Lose auf die Schweiz zur Folge, dass das Gesamtvolumen leicht auf rund 72'000 Komponenten zurückgegangen sei.
 
Keine Änderungen gebe es hingegen bei den "drei Zuschlagskriterien – Wirtschaftlichkeit (Preise), Erfüllung der Anforderungen sowie Transparenz und Qualität des Angebots". Auch die Gewichtung der Zuschlagskriterien sei dieselbe, schreibt Goetschi.
 
Anders verhalte es sich dagegen bei den "Subkriterien", die, wo nötig, angepasst wurden. Dies deshalb, "weil sich die Anforderungen teilweise geändert haben (so fallen zum Beispiel alle auslandspezifischen Subkriterien weg, da die Ausschreibung nur noch für die Schweiz erfolgt)".
 
Der PC-Branche war der damalige Abbruch sauer aufgestossen. Da die Post für die Ausschreibung kein Feedback eingeholt habe, sei eine unerfüllbare Aufgabe entstanden, wurde kritisiert. Zudem seien im ersten Durchgang die Lieferbedingungen sehr strikt gewesen und es sei mit hohen Penalties gedroht worden, bemängelte die Branche im letzten Jahr weiter.
 
Unter anderem forderte die Post von den künftigen Lieferanten mit Ausnahme der Dockingstations ausschliesslich Geräte ein und desselben Herstellers. "Angebote, welche Geräte mehrerer Hersteller enthalten, werden vom weiteren Verfahren ausgeschlossen", hiesst es damals auf Simap.
 
Diesmal umfasst die Ausnahmeklausel neben den Dockingstations auch die Monitore, ansonsten gilt wiederum, dass Angebote mit Geräten mehrerer Hersteller vom weiteren Verfahren ausgeschlossen sind. (vri)