Die IT-Woche:

Diese fünf Topstories sorgten in der Kalender-Woche 20 für Diskussionsstoff in der Schweizer IT-Welt.
 
Credit Suisse verkauft ein RZ an DXC
In den USA verkauft die Grossbank Credit Suisse ein Rechenzentrum an DXC Technology. Gleichzeitig haben die Grossbank und der IT-Dienstleister einen Vertrag für Colocation-Services über mindestens 13 Jahre vereinbart. Mit der Übernahme erweitere DXC die Marktpräsenz, um Business-Kunden zu bedienen, die unternehmenskritische Infrastrukturen im Grossraum New York benötigen. Der Verkauf geschehe im Rahmen der Unternehmensstrategie mit dem Ziel, eine grössere operativen Flexibilität zu erreichen sowie die Effizienz zu steigern, heisst es seitens CS.
 
Zero-Day-Exploit von Whatsapp: Was man weiss
Whatsapp hat kürzlich eine schwerwiegende Lücke gepatcht, die von Angreifern ausgenutzt wurde. Sie installierten Überwachungs-Malware auf einzelnen "ausgewählten" Smartphones aus der Ferne, indem sie die Zielrufnummern einfach über Whatsapp-Audioanrufe anriefen. Bei der auf Android- und iOS-Geräten installierten Spyware soll es sich um "Pegasus" handeln, welche von der israelischen NSO Group entwickelt wurde und seit 2016 bekannt ist. Sobald Pegasus auf dem Gerät eines Opfers installiert ist, kann die Spyware Anrufe aufzeichnen, Nachrichten öffnen, die Kamera und das Mikrofon des Telefons für die weitere Überwachung aktivieren und Standortdaten weiterleiten.
 
Wie lief der Hack von Aebi Schmidt ab?
Das Frauenfelder Unternehmen Aebi Schmidt ist gegen Ende April einem Cyber-Angriff zum Opfer gefallen. "Betroffen sind ausschliesslich auf Windows und Microsoft basierende Systeme, die vorübergehend abgeschaltet werden mussten und nun Schritt für Schritt wieder hochgefahren werden", hiess es damals. Das "Schritt für Schritt" hochfahren hat aber offenbar einige Zeit in Anspruch genommen: Man sei jetzt wieder "up and running", erklärt Firmen-Sprecher Thomas Schiess, nun zweieinhalb Wochen nach dem Vorfall. Ansonsten hält man sich seitens Aebi Schmidt bedeckt: Weder will man die Malware oder deren Familie nennen, noch den Angriffsvektor, über den sie eingeschleust wurde. Man habe beschlossen die Dinge nicht öffentlich zu kommunizieren, erklärt Schiess auf unsere Anfrage lediglich.
 
Six lanciert bald einen Open-Banking-Hub
Swisscom hat schon einen, Six will auch einen haben, einen Open-Banking-Hub nämlich. Zielgruppe von Six sind nicht nur Banken und Fintechs, sondern alle Schweizer Finanzplayer. Der Börseninfrastrukturbetreiber will Services für Firmenkunden via API auf der eigenen Plattform zusammenbringen. Als erste Partner des künftigen Six-Hubs werden Abacus und Klara genannt und laut Medienberichten wollen fünf Banken ihre eigenen IT-Systeme mit APIs für diesen Open-Banking-Hub fit machen. Der Launch des noch namenlosen Hubs erfolgt wohl im zweiten Quartal 2019, zum Pricing ist nichts bekannt. Klar ist hingegen, Six will damit Swisscom Konkurrenz machen.
 
VBS vergibt Projektleitung für die RZ-Konsolidierung neu
Das Projekt "Rechenzentrum VBS/Bund 2020", also die Konsolidierung der RZs des Bundes auf drei Standorte, kommt der Realisierung näher. Soeben sind die Gesamtverantwortung mit Projektführung und dem dazugehörigen Projektmanagement-Office sowie dem Projektqualitäts-Management an die Firma Scopi vergeben worden. Wie dem Zuschlag zu entnehmen ist, waren zwei Angebote für rund 5,5 und rund 6,8 Millionen Franken eingegangen. Allerdings war nur das Angebot des Gümliger Projektleitungsspezialisten gültig. Der Vertrag gilt für die kommenden fünf Jahre plus Optionen für weitere fünf Jahre Verlängerung.
 
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