Huawei kündigt Investitionen in der Schweiz an

Der chinesische Technologiekonzern Huawei will in der Schweiz in die Forschung investieren. "Wir sprechen im Moment von eintausend Forschenden, die wir in der Schweiz beschäftigen werden", sagte Felix Kamer, Vize-Chef Schweiz bei Huawei, am Donnerstag gegenüber der "Tagesschau" des Schweizer Fernsehens.
 
Die Gelder sollen dafür in "eines oder wahrscheinlich mehrere neue Zentren fliessen", führte Kamer gegenüber der Nachrichtenagentur 'Keystone-sda' weiter aus. Es seien auch Formen der Zusammenarbeit möglich. Zu einem Zeitrahmen der geplanten Investitionen äusserte sich der Manager aber nicht.
 
Zunächst müssten die Forschungsthemen definiert werden. Dabei stünden Kompetenzen im Fokus, bei denen die Schweiz führend sei und die für Huawei mittelfristig relevant seien. "Wir suchen dies konkret in Physik, Computerwissenschaften, Nanotechnologie, Materialwissenschaften und weiteren Naturwissenschaften", sagte Kamer.
 
Die neutrale und stabile Schweiz sei mit ihren technischen Hochschulen für die Forschenden sehr vorteilhaft. Huawei will aber nicht nur in der Schweiz investieren. So werde zudem in Paris in ein Institut für Industrial Design investiert. In London gehen den Angaben von Huawei zufolge Gelder in ein Kompetenzzentrum für globale Finanzen und in Mailand flössen Investitionen in eine Institution für Richtstrahl-Technologie. (paz/Keystone-sda)