Die IT-Woche:

Diese fünf Topstories sorgten in der Kalender-Woche 21 für Diskussionsstoff in der Schweizer IT-Welt.

Fehlerhaftes Skript zwingt Salesforce und Kunden in die Knie
"In einem unserer Projekte wurden alle Profile so geändert, dass alle Benutzer auf alle Daten zugreifen können. Dies wurde von einem Salesforce-Vertreter bestätigt." So ein kurzer Reddit-Post. Alle Zugriffsrechte für alle Profile für jedermann? Kurz nach dem Post gab das Cloud-CRM-Unternehmen bekannt, dass es sich um ein Problem handelt, das mit aktuellen oder früheren Benutzern seines Pardot B2B-Marketingautomatisierungs-Systems in Verbindung steht. Es sieht aus, als hätte Salesforce mit dem Deployment eines Scripts versehentlich Lese- und Schreibrechte auf personenbezogene Daten an Unberechtigte erteilt.
 
Grosser BIT-Auftrag ist vergeben
Von den fünf vom Bundesamt für Informatik und Telekommunikation (BIT) Ende letzten Jahres ausgeschriebenen Aufträge über rund 40 Millionen Franken für SAP-Dienstleistungen sind vier Zuschläge erfolgt. Zu den geforderten Dienstleistungen gehören die Realisierung von SAP-BI-Projekten, Wartung, Support, Change-Aufgaben sowie Unterstützungsdienstleistungen (Wartung, Support, CRs) im HR-Bereich. Die Leistungen werden im Bedarfsfall unter den Zuschlagsempfängern im Wettbewerb vergeben.

"Das klingt trivial, ist aber nicht trivial"
Die zweite Zürcher "Digital Factory" der UBS hat ihren definitiven Standort gefunden. Sie ist vom Paradeplatz nach Zürich-West gezügelt, an die Hardturmstrasse und an dieselbe Hausnummer wie ein Coworking-Space, Dell EMC, VMware und Orange Business. Aus diesem Anlass lud die Grossbank zum Rundgang und gleichzeitiger Werkschau. Die Kernbotschaften der UBS: Wir sind innovativer als man gemeinhin denkt, digitalisierter denn je, sowie in der Digital Factory weitgehend agil und äusserst kundenorientiert.
 
Zürich hat einen Lieferanten für hyper­konvergente Systeme gewählt
Nachdem die OIZ eine Ausschreibung zurückziehen musste, konnte im zweiten Anlauf ein passender Hersteller gefunden werden: Lenovo ist der neue Standardlieferant für hyperkonvergente Systeme für die Stadt Zürich. Der Zuschlag beläuft sich auf 9,25 Millionen Franken über fünf Jahre. Die erste Ausschreibung musste die OIZ zurückziehen. Man habe zwar gute Angebote erhalten, aber keiner der Anbieter hätte einen ähnlich grossen Kunden vorzeigen können, der kritische hyperkonvergente Infrastruktur in vergleichbarer Grösse erfolgreich betreibt. Bei der neuen Ausschreibung habe man den Umfang deutlich reduziert.
 
SwissICT: Präsident stellt Vertrauensfrage und kündigt Bundesrat an
In einer kurzweiligen GV präsentierte sich der grösste Schweizer Informatik-Verband SwissICT anders als in den Vorjahren. Zum ersten war es der erste GV-Auftritt des neuen Geschäftsführers Christian Hunziker. Zum zweiten launchte der Verband eine neue Website mit neuer Technologie-Basis und neuem Partner. Drittens erhielten die Fachgruppen viel Raum, um sich und die eigenen Aktivitäten und Pläne zu präsentieren. Alles diente dazu, den Mitgliedern aufzuzeigen, dass man neben Bilanz, Budget und Decharge einen "überarbeiteten" Verband bieten könne. Und der langjährige Verbandspräsident Thomas Flatt stellte fast schon nebenbei die Vertrauensfrage.
 
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