Routinetest legt alle norddeutschen Steuerämter lahm

In Norddeutschland hat eine Störung im Steuerrechenzentrum die Infrastruktur in allen 141 Finanzämtern der Bundesländer Bremen, Hamburg, Schleswig-Holstein, Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern und Niedersachsen lahmgelegt. Betroffen sind 28'500 Mitarbeitende.
 
Die IT des Dienstleisters Dataport führte in der Nacht zum 28. Mai routinemässig einen monatlichen Lasttest durch. Dataport ist der IT-Dienstleister der öffentlichen Verwaltung mehrerer Bundesländer und betreibt auch ein Rechenzentrum für die Applikationen der Steuerverwaltungen.
 
Ziel eines Lasttests ist es eigentlich, im Vorfeld Fehler und Probleme zu erkennen, bevor diese im Tagesbetrieb auftreten. Nach einem solchen Test hatte eine Störung zunächst zum Ausfall der Kühlsysteme geführt, in der Folge schalteten sich dann alle Systeme in dem Rechenzentrum ab, wie zuerst der 'NDR' berichtete.
 
Ohne genauere Zusammenhänge zu kennen, lässt sich immerhin sagen, dass ein Rechenzentrum bei einem solchen Test eigentlich nicht komplett ausfallen sollte. Dataport geht in einer Mitteilung nicht auf weitere Ursachen ein. "Vor dem erneuten Hochfahren werden alle Systeme auf Fehler geprüft und aufeinander abgestimmt gestartet. Bei grossen Rechenzentren kann das durchaus mehrere Tage andauern", heisst es darin.
 
Während die Störungen bei den Ämtern in Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein am Mittwoch 29. Mai behoben werden sollten, müssen die restlichen Steuerbehörden noch mit Ausfällen bis Ende Mai rechnen. (paz)