Die IT-Woche:

Diese fünf Topstories sorgten in der Kalender-Woche 22 für Diskussionsstoff in der Schweizer IT-Welt.

"Abraxas-Ergebnis wesentlich schlechter als geplant"
Der Fusionsprozess Abraxas-VRSG gestaltet sich anspruchsvoller als erwartet. Die St.Galler Regierung antwortet auf einen Vorstoss von SP-Kantonsrat Peter Hartmann mit einer Einschätzung: Das Ergebnis der Abraxas Informatik AG sei "wesentlich schlechter als geplant" ausgefallen. Der Verwaltungsrat hat für 2019 ein ausgeglichenes Budget vorgegeben, was zur Folge hatte, dass im vergangenen Herbst rund zwei Dutzend Kündigungen ausgesprochen wurden. Die Regierung bestätigt auch, dass nach dem Zusammenschluss der beiden Firmen "gewisse Schwierigkeiten" bei der Lieferfähigkeit und Stabilität verschiedener Services, aber auch bei der internen Zusammenarbeit im Unternehmen zu Tage getreten seien. Abraxas habe die Organisationsstruktur deswegen überdacht und konsolidiert, wie es von Seiten des Unternehmens heisst.

Australischer Teenie hackte Apple zweimal
In Adelaide stand ein heute 17-jähriger Teenager vor Gericht, der zweimal in die Systeme von Apple eingedrungen war. Der Junge hackte sich zuerst mit 13 Jahren in die IT des Tech-Riesen und dann wieder mit 15 Jahren. Als Apple nach dem zweiten Hack das FBI und die australischen Bundesbehörden kontaktierte, informierte der Junge die Behörden. Seine Motivation war, dass er gerne einen Job bei Apple bekommen hätte. Weil Apple kein Schaden entstanden ist, verzichtete das Gericht auf eine Strafe. Der Teenie muss einzig neun Monate lang ein tadelloses Verhalten zeigen. Vielleicht reicht es danach ja auch für ein Bewerbungsgespräch bei Apple.

Nur 2 Prozent der Bevölkerung will private E-ID
Bundesrat und Parlament arbeiten derzeit an einem Gesetz, das Privaten das Herausgeben einer E-ID ermöglichen soll. Doch der stimmberechtigten Bevölkerung gefällt diese Idee nicht, wie eine Umfrage zeigt. Nur gerade zwei Prozent der Befragten unterstützen die Lösung, dass private Unternehmen E-IDs herausgeben. Auch in der Politik und unter Konsumenten-Schutzorganisationen gibt es Widerstand. Die Gegner befürchten, dass die Unternehmen die anfallenden Daten wie Lebensgewohnheiten, Einkäufe und Gesundheit kommerzialisieren könnten.

Huawei will eigenes Betriebssystem lancieren
Nachdem Huawei wegen des Handelsstreits mit den USA der Zugriff auf US-Produkte wie Googles Android untersagt werden soll, will der chinesische Konzern sein eigenes Betriebssystem auf den Markt bringen. Huaweis selbst entwickeltes Betriebssystem – mit dem Codenamen HongMeng –, soll bei einem Google-Verbot Android ersetzen. Schon im Juni soll es auf den Markt kommen, hiess es in einem Bericht. Offenbar aber stimmt dies nicht. Huawei merkte an, dass das die Lancierung des Betriebssystems Ende 2019 in China und 2020 in weiteren Ländern geplant sei.
 
Hier wollen IT-Studenten arbeiten
Das internationale Marktforschungs- und Beratungsunternehmen Universum hat eine Studie über die Wunscharbeitgeber von Schweizer Studierenden veröffentlicht. Die Zukünftigen Informatiker nannten als bevorzugte Arbeitgeber insbesondere Grosskonzerne und US-Firmen. Die Liste wird von Google, Microsoft und IBM angeführt. Aber auch Schweizer Banken wie UBS und CS finden sich noch in den Top Ten. Schweizer Software-Firmen wie Adnovum, Avaloq, Elca und Ergon wurden zwar genannt, liegen im Ranking aber deutlich hinter den grossen internationalen Unternehmen zurück. Google ist generell bei den Schweizer Studierenden beliebt: Ausser bei den Fachrichtungen Jus und Medizin hat es der Tech-Riese in allen übrigen fünf Studienfelder in die Top Ten der Arbeitgeber geschafft.
 
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