Luzerns neues KIS soll im Herbst fristgerecht live gehen

Soeben hat das Luzerner Kantonsspital (LUKS) die lokalen Medien auf den neusten Stand bei der Einführung des neuen Klinik-Informationssystems (KIS) gebracht. Demnach wird das LUKiS genannte System vom amerikanischen Hersteller Epic wie bei der Vertragsunterzeichnung angegeben (Herbst 2019) am 21. September in Betrieb gehen und von dann ab das LUKS papierlos arbeiten.

Bekanntlich hat das mit rund 66 Millionen Franken ungewöhnlich teure Projekt hohe Wellen geschlagen. Schon die Auftragsvergabe an den im deutschsprachigen Raum nahezu unbekannten Anbieter Epic war im Frühjahr 2016 (vergeblich) vor Gericht angefochten worden. Zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses gut ein Jahr später war dann klar, dass am LUKS bei erfolgreicher Umsetzung mit LUKiS eines der modernsten und digitalsten KIS-Systeme der Schweiz live gehen werde. Denn die Ausschreibung hatte die Latte sehr hochgelegt und die Erfüllung des EMRAM-Prozesses (Electronic Medical Record Adoption Model) vorgegeben, der von der HIMSS (Healthcare Information and Management Systems Society) entwickelt wurde. Mit diesem Prozess werden – grob gesagt – alle IT-Innovationen genutzt, um sukzessive das papierlose Spital zu erreichen.
 
Nun, gut zwei Jahre später wird sich zeigen, ob die Versprechen gehalten werden konnten. Nach den ersten hundert Tagen im Betrieb, verspricht man jedenfalls bei der LUKS-Pressestelle auf Anfrage, werde der Öffentlichkeit eine erste Bilanz vorgelegt. Noch stehen dem LUKS im Rahmen des Migrationsprojektes noch einige manuelle Arbeit ins Haus, wie die 'Luzerner Zeitung' berichtet. Doch fest steht auch schon, dass Epic nun erstmals über eine deutsche Version ihres KIS verfügen wird und damit ein neuer Player im deutschsprachigen KIS-Markt entstanden ist. (vri)