Visa setzt auf Hyperledger für neues B2B-Payment-Netzwerk

Visa hat heute ein B2B-Zahlungsnetzwerk lanciert. Ab sofort könne Visa B2B Connect auf 30 Handelsachsen genutzt werden. Bis Ende Jahr werde es dann auf 90 Märkte ausgeweitet, schreibt Visa in einer Mitteilung. Dank des Netzwerks sollen der grenzüberschreitende Zahlungsverkehr vereinfacht und die Zwischenschritte reduziert werden.
 
Dazu tokenisiert das Netzwerk mittels eines Digital-Identity-Features sensible Geschäftsinformationen wie Bankdaten und Kontonummern. Der Payment-Spezialist verspricht sich viel: "Das Visa B2B Connect Identitätsfeature wird die Art und Weise, wie Informationen bei grenzübergreifenden B2B-Transaktionen übertragen werden, grundlegend verändern."
 
Partner des Projekts sind der Paymentautomation-Spezialist Bottom Line und das Finanz-Software-Haus FIS. Ausserdem war Partner IBM dafür zuständig, die Plattform auf Blockchain-Basis zu entwickeln. In Zusammenarbeit mit Big Blue habe man die bestehende Visa-Technologie mit dem Hyperledger Fabric Framework kombiniert, teilt Visa mit.
 
Ursprünglich war das Fintech-Startup Chain mit der Entwicklung der Lösung vertraut. Als dieses aber im letzten Herbst von der Firma Stellar übernommen wurde, wechselte Visa zum Partner IBM.
 
"Mit Visa B2B Connect nutzen wir die bereits existierenden Ressourcen von Visa sowie unsere Expertise in den Bereichen Cyber Security und Datenschutz sowie die Grösse unseres Netzwerks. Hierzu kommen neue Elemente der Distributed-Ledger-Technologie, um die spezifischen Bedürfnisse dieser Branche zu erfüllen", so Sam Hamilton, SVP Data Product Development bei Visa.
 
Und Marie Wieck, General Manager IBM Blockchain, zeigt sich beeindruckt von der gemeinsamen Leistung: "Dies ist ein einzigartiges Beispiel dafür, wie eine Blockchain-basierte Architektur dazu beitragen kann, B2B-Wertschöpfungsketten zu transformieren – weil sie weltweit sichere und transparente Transaktionen ermöglicht". (ts)