IT "völlig ungenügend": Regierung Emmen will Kredit für Primarschul-Informatik

Die Regierung der Luzerner Gemeinde Emmen will die Primarschulen mit einer neuen digitalen Infrastruktur ausrüsten. Der Gemeinderat beantragt dafür dem Parlament einen Kredit von rund drei Millionen Franken über die nächsten beiden Jahre.
 
"Mit der bisher zur Verfügung stehenden technischen Infrastruktur können die Lernenden nur in individualisierenden Sequenzen kurze Erfahrungen im Umgang mit digitalen Geräten sammeln. Ein gezielter Einsatz, wie er im Lehrplan 21 verlangt wird, ist nicht möglich", schreibt die Regierung im Antrag. Die IT-Ausrüstung sei derzeit vor allem in der dritten bis sechsten Klasse völlig ungenügend. Es ständen bloss drei Geräte pro Klasse zur Verfügung.
 
Rund 2700 Tablets, Laptops und Convertibles sollen mit dem Geld angeschafft werden. Den Auftrag soll an Business IT gehen, wie der Gemeinderat schreibt. Die Firma hatte im Februar letzten Jahres den Auftrag des Kantons Luzern zur Beschaffung von mobilen Geräten gewonnen. Diesem Angebot schliesst will sich die Volksschule Emmen anschliessen. Im Rahmen des beantragten Kredits wird auch der Ausbau der ICT-Infrastruktur mit WLan und interaktiven Wandtafeln vorgenommen.
 
Zusätzlich zu den beantragten drei Millionen ist mit "deutlich höheren, wiederkehrenden Kosten für den Betrieb, Support und Unterhalt" zu rechnen, hält die Regierung fest. Derzeit hat Emmen eine Pauschale von 1000 Franken pro Gerät und Jahr für Support und Unterhalt mit dem ICT-Anbieter vereinbart. Dieser erarbeite aber eine neue Kostenstruktur, die pro Geräte und Jahr tiefer liegen soll. Würde die Pauschale bestehen bleiben, stiegen die Kosten von heute rund 900'000 Franken auf über 3,5 Millionen Franken im Jahr 2022.
 
Auch die Weiterbildung der Lehrpersonen brauche laufend finanzielle Mittel. Die Digitalisierung der Schulen sei keine Einmal-, sondern eine Daueraufgabe, schreibt der Gemeinderat.
 
Die Regierung von Emmen will mit den Investitionen den Empfehlungen des Kantons Luzern entsprechen. Diese sehen ab der dritten Klasse ein Gerät für zwei Schulkinder vor. In drei bis vier Jahren soll dann jedes Schulkind mit einem Gerät ausgerüstet sein.
 
Nun hat der Einwohnerrat über den Antrag der Regierung zu bestimmen. (ts)