Die IT-Woche:

Diese fünf Topstories sorgten in der Kalender-Woche 24 für Diskussionsstoff in der Schweizer IT-Welt.
 
Wenn Red Hat auf SAP und Hilti trifft
Der Werkzeug-Hersteller und Red-Hat-Vorzeigekunde Hilti hat die Migration auf S/4HANA gewagt. Man habe die Wahl gehabt, abzuwarten und auf die Erfahrungen ähnlicher Firmen zu zählen. Damit aber würde man das Risiko eingehen, hinterherzuhinken und möglicherweise von Drittfirmen und Beratern abhängig zu sein, die bei der Migration helfen. Oder, und für diese zweite Möglichkeit hat sich Hilti schliesslich entschieden, man ist ein "First Mover" und erhält damit die ungeteilte Aufmerksamkeit von SAP. Was Hilti gelernt hat und wie es nun weitergeht, erklärte IT-Infrastruktur-Chef Christoph Baeck im Gespräch.
 
Eurofins-Hack: "Es war neue Malware-Variante"
Eurofins Scientific teilt einige News zum erfolgreichen Ransomware-Angriff mit, der viele IT-Systeme des Konzerns für bioanalytische Dienstleistungen betraf: "Das Faktenmuster dieses Angriffs sowie Informationen von Strafverfolgungsbehörden und unabhängigen Cybersicherheitsexperten lassen vermuten, dass dieser Angriff von hoch qualifizierten Tätern mit entsprechenden Ressourcen durchgeführt wurde." Es gebe bis anhin aber keine Hinweise "auf unbefugten Diebstahl oder Weitergabe vertraulicher Kundendaten". Die Auswirkungen des Angriffs auf die Finanzergebnisse könnten allerdings erheblich sein, so die Prognose des multinationalen Konzerns.
 
Hardware: Google und Apple verlassen China
Um im Handelsstreit zwischen den USA und China zu erwartende Strafzölle von 25 Prozent auf Importe an der US-Grenze abzuwenden, verlege Google die Produktion von Motherboards nach Taiwan. Auch die Herstellung von Nest-Thermostaten soll von China nach Taiwan und Malaysia verlagert werden. Auch für Apples iPhones wird offenbar nach neuen Produktionsorten gesucht. Der taiwanesische Tech-Gigant Foxconn, der für Apple die Geräte in China herstellt, bietet alternative Standorte an. Mit Wistron überlege sich ein weiterer grosser Tech-Hersteller aus Taiwan, die Produktion von Servern unter anderem für Facebook und Microsoft ausserhalb von China hochzufahren.
 
CERN verabschiedet sich wegen Lizenzkosten von Microsoft
Die Europäische Organisation für Kernforschung (CERN) will künftig auf Open-Source-Lösungen setzen. Die Forschungseinrichtung in Genf teilt mit, dass man dazu bereits vor einem Jahr eine Initiative namens Microsoft Alternatives Project (MAlt) gestartet habe. Wie der Name schon sagt, geht es darum, Microsoft los zu werden. Grund für den Wechsel ist die drohende Explosion der Lizenzkosten. Man könne künftig nicht mehr auf die günstigeren Lizenzen für Forschungseinrichtungen zählen, da Microsoft der Institution den Status "akademische Institution" aberkenne. Erste Schritte sind nun die Migration des Mail-Systems, das in diesem Sommer für die IT-Abteilung sowie Freiwillige zur Verfügung stehen soll. Parallel dazu wird Skype for Business ersetzt.
 
IBM entlässt offenbar 1700 Mitarbeiter, auch in den Cloud Services
IBM will ein halbes Prozent seiner rund 340'000 Mitarbeiter entlassen. Etwa 1700 Personen würden demnach ihre Stelle verlieren, wie unterrichtete Quellen vorrechnen. "Wir positionieren unser Team weiter neu, um uns auf die hochwertigen Segmente des IT-Marktes zu konzentrieren", hiess es von Seiten des Konzerns. Zugleich hat Big Blue auf seiner Website rund 7700 offene Positionen aufgeführt. Im August letzten Jahres hatte IBM erklärt, allein im DACH-Raum 2200 neue Mitarbeiter rekrutieren zu wollen.
 
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