Bundesrat spricht 29 Millionen für Luftfahrt-Datenplattform

Daten aus der Luftfahrt sollen künftig auf einer digitalen Plattform gesammelt werden. Der Bundesrat hat 29 Millionen Franken für deren Aufbau und Betrieb gesprochen.
 
Sämtliche Akteure der Luftfahrt sollen künftig ihre Luftfahrtdaten in diesem Tool speichern, wie das Bundesamt für Zivilluftfahrt (Bazl) mitteilte. Dadurch könnten die Daten nach internationalen Normen aufbereitet werden. Zu den Akteuren der Luftfahrt gehören die Flugsicherungsdienste, Flugplatzbetreiber sowie die Eigentümer von Luftfahrthindernissen wie Antennen, Türmen, Seilbahnen oder Hochspannungsleitungen.
 
Bei den Luftfahrtdaten handelt es sich um Geoinformationsdaten. Diese sind etwa notwendig, um Luftfahrtkarten zu erstellen. Sie fliessen in Cockpitsysteme ein und geben Auskunft über die Struktur von Lufträumen. Heute werden die Luftfahrtdaten in der Schweiz mehrheitlich auf Papier und anderen analogen Medien erfasst und vom Bazl oder von der Flugsicherung Skyguide digitalisiert.
 
Der Auftrag wird an eine externe Stelle vergeben und öffentlich ausgeschrieben. Sie soll die digitale Plattform errichten und betreiben. Die vom Bazl errechneten Aufbau- und Betriebskosten von rund 29 Millionen Franken sollen 2036 aufgebraucht sein. Die nötigen Grundlagen hat das Parlament bereits 2017 geschaffen. (paz/Keystone-sda)