Die St. Galler Kantonalbank ist nun via Spitch auch Dialekt-fähig

Die Mobile-Banking-App der St. Galler Kantonalbank (SGKB) verfügt neuerdings über eine Spracherkennung, die auch Schweizerdeutsch versteht. Die SGKB selber behauptet, die erste Bank in der Schweiz zu sein, die diese Form der Kundeninteraktion biete.
 
Bekanntlich wird seit geraumer Zeit auch im Banking auf die sprachbasierte Authentifizierung gesetzt. Die Regionalbank will aber offensichtlich durch den Rückgriff auf die Spracherkennung von Spitch mehr erreichen. Jedenfalls hat die SGKB die benötigte Schnittstelle gemeinsam mit dem Zürcher Startup mit russischen Wurzeln umgesetzt, wie es in der Mitteilung heisst.
 
Konkret gehe es darum, Abfragen in dem Finanzassistenten auch direkt per Sprache auslösen zu können. Damit das möglichst einfach geschehen kann, habe man die App mit einem "Sprachbutton" ausgestattet, so die Bank weiter. Die App beschränke sich "bewusst auf den Informationserhalt". Transaktionen seien über den Finanzassistenten nicht möglich. Auch würden keine Audiodateien gespeichert, heisst es weiter. Zudem sei die Schnittstelle einem umfassenden Sicherheitsreview unterzogen worden.
 
Zunächst will die SGKB nun die Sprachschnittstelle testen. So soll ermittelt werden, "ob eine Sprachfunktion ein relevanter Interaktionskanal im Banking werden könnte". Die Weiterentwicklung der automatisierten Sprachlösung hänge vom Feedback der Nutzer ab. Bei Spitch geht man bereits davon aus, dass die nächste Generation ihre Geräte vollständig mit Spracheingaben bedienen wird.
 
Die SGKB will auf dem Weg der Spracherkennung nicht nur ihre Digitalisierung weiter vorantreiben. Gleichzeitig betreibe man auch Wurzelpflege. Denn weil der Sprachassistent von Spitch Schweizerdeutsch verstehe, betone man seine regionale Verankerung. Dieses Heimatgefühl haben man eben auch in der App abbilden wollen, schreibt die SGKB. Hochdeutsch verstehe das Tool übrigens auch. (vri)