Avaloq bekräftigt Pläne für Börsen­gang

In "zwei bis vier Jahren" könnte es soweit sein. Aber auch ein Verkauf schliesst das Fintech nicht aus.
 
Der Bankensoftware-Spezialist Avaloq bekräftigt seine Pläne für einen Börsengang in den kommenden Jahren. Das Unternehmen dürfte "in den nächsten zwei bis vier Jahren in diese Richtung gehen", sagte Avaloq-CEO Jürg Hunziker heute am Rand einer Kundenkonferenz in Zürich. Auch ein Verkauf des Unternehmens gehört jedoch zu den Optionen.
 
Allerdings sei es nicht das Ziel von Avaloq, sich durch eine möglichst hohe Marge für allfällige Käufer attraktiv zu machen, sagte Hunziker im Gespräch mit Medienvertretern. Wichtig sei zudem auch bei einem allfälligen Wechsel der Eigentümer eines: "Die Marke Avaloq muss erhalten bleiben."
 
Grösste Eignerin von Avaloq ist heute das Private-Equity-Unternehmen Warburg Pincus mit einem Anteil von rund 45 Prozent. Rund 28 Prozent werden von Gründer Francisco Fernandez gehalten, der Rest liegt beim Management und bei Mitarbeitenden. Typischerweise habe ein Private Equity einen Zeithorizont von vier bis sechs Jahren, sagte Hunziker nach den Absichten von Warburg Pincus befragt. Der Einstieg sei vor rund zwei Jahren erfolgt: "Das kann man sich dann wohl ausrechnen."
 
Margen sollen erhöht werden
Allerdings will Avaloq die Margen in den kommenden Jahren kontinuierlich erhöhen. Im Geschäftsjahr 2018 lag die Marge der Avaloq-Gruppe auf Stufe Betriebsgewinn (EBITDA) bei rund 16 Prozent – Hunziker strebt mittelfristig eine Marge von 20 bis 25 Prozent als erreichbar an.
 
Keinen direkten Vergleich will Hunziker allerdings mit dem Genfer Konkurrenten Temenos ziehen, der eine Marge von rund 35 Prozent ausweist – dazu seien die Geschäftsmodelle zu unterschiedlich. So bietet Avaloq den Kunden auch ein "Services"-Geschäft an, wo die Margen niedriger sind als im lukrativen Geschäft mit den Software-Lizenzen. (Keystone-sda/kjo)