Ruag muss noch mehr Geld in IT-Security stecken

Nach "deutlich über 10 Millionen Franken" will Ruag nun zusätzlich "einige Millionen" Franken in IT-Security investieren. Die zweigeteilte Ruag soll mit gesäuberten Daten starten können.
 
Ausgerechnet die Schweizer Rüstungsfirma in Staatsbesitz, Ruag, musste im Mai 2016 zugeben, dass sie gehackt worden war. Schlimmer noch: Man wusste auch Tage nach dem Bekanntwerden des Eindringens von Spionen in die Systeme von Ruag nicht, was gestohlen wurde und wie lange die Eindringlinge sich im Ruag-System getummelt hatten.
 
Man hat den Hack angeblich auch nicht selber entdeckt, sondern wurde von einem fremden (deutschen?) Nachrichtendienst darauf aufmerksam gemacht. Der erfolgreiche, lange andauernde Spionagenangriff dürfte mit eine Grund dafür sein, dass der Bundesrat Ruag aufspalten wird.
 
Mit dem Programm mit dem hübschen Namen "Impact" will der Rüstungskonzern die IT-Sicherheit verbessern. "Impact" wird nun mit einem Zusatzprogramm erweitert. Mit "intelligenten Algorithmen" sollen alle Daten fortlaufend gescannt werden, so dass nur "gesäuberte Daten" in die neuen IT-Systeme der aufgeteilten Ruag transferiert werden.
 
Der "Screener", wie die Ruag die "intelligenten Algorithmen" auch nennt, wird in Zusammenarbeit mit den Cyberspezialisten der Führungsunterstützungsbasis der Armee entwickelt und "laufend neuen Bedrohungen angepasst," wie es in einer Pressemitteilung heisst. "Impact" soll in den nächsten Monaten abgeschlossen sein und nochmals überprüft werden. Das Programm hat gemäss Ruag "deutlich über 10 Millionen" Franken gekostet. Die Datenkläranlage "Screener" wird gemäss Ruag "zusätzlich einige Millionen Franken" kosten. (hc)