Handelsstreit: USA und China verhandeln und Trump fordert

Vor dem G20-Gipfel haben die USA und China im festgefahrenen Handelsstreit wieder Verhandlungen aufgenommen. Beide Seiten sollten sich aufeinander zu bewegen und Kompromissbereitschaft zeigen, sagte der stellvertretende chinesische Handelsminister Wang Shouwen.
 
Er ist Teil der chinesischen Delegation, wollte aber keine Details nennen. Im Mai war der Gesprächsfaden abgerissen, nachdem die US-Seite der Regierung in Peking vorgeworfen hatte, von bereits gemachten Zusagen wieder abzuweichen.
 
Der chinesische Vize-Aussenminister Zhang Jun sagte, die Teams bereiteten das Treffen von Staatschef Xi Jinping und US-Präsident Donald Trump auf dem Gipfel der 20 führenden Industrie- und Schwellenländer (G20) vom vom 28./29. Juni vor.
 
Die beiden weltgrössten Wirtschaftsmächte haben sich gegenseitig mit Sonderzöllen überzogen, was die Konjunktur rund um den Globus bremst. Trump wirft der Volksrepublik unfaire Handelspraktiken vor und hat mit weiteren Massnahmen gedroht.
 
Wang sagte, gegenseitiger Respekt sei in den Gesprächen nötig. "Eine Vereinbarung, die abgeschlossen werden soll, muss für beide Seiten von Vorteil sein. Sich auf halbem Weg zu treffen, bedeutet, beide Seiten müssen Kompromisse und Zugeständnisse machen, nicht nur eine Seite."
 
Der G20-Gipfel könnte auch von den US-Massnahmen gegen Huawei überschattet werden. US-Präsident Trump möchte, dass das in den Vereinigten Staaten verwendete 5G-Equipment ausserhalb Chinas entworfen und hergestellt werde, berichtete das 'Wall Street Journal' und zitierte Personen, die mit diesem Plan vertraut sind. (Keystone-sda/mag)