Stadt Zürich: "Wir betreiben kein Geo-Tagging von Mitarbeitenden"

Zürcher Stadtangestellte erhalten eine App, mit der sie mit Smartphones auf Mails und Arbeitsmaterialien zugreifen können, wenn sie "work@home" machen.
 
Dabei scheint die Stadt mit der App namens "ZüriAccess" Geolokalisierung zu betreiben, also Geo-Daten der Nutzer zu sammeln. Diese Annahme thematisieren Mitarbeitende auch in internen Kommunikationskanälen der Stadt. Dabei sei dies nicht bei iPhones, aber bei Android-Geräten möglich.
 
"Im Android-Betriebssystem auf Samsung-Geräten kann der Eindruck entstehen, dass Geo-Daten gesammelt werden könnten. Dies weil bei Aktivierung des Samsung-Gerätemanagers alle Berechtigungen automatisch aktiv sind", bestätigt ein Sprecher des Stadtzürcher Informatikamts OIZ auf Anfrage.
 
Dieser Eindruck trüge aber, erklärt der Sprecher. "Die Stadt Zürich betreibt kein Geotagging. Mitarbeitende der Stadt Zürich, die 'ZüriAccess' auf ihrem Smartphone einsetzen, werden nicht lokalisiert." Das würden die Datenschutzvorgaben gar nicht zulassen.
 
Warum hat denn die Stadt überhaupt eine App, bei der Geolokalisierung nicht per Default deaktiviert ist, wenn die Stadt sie nicht einsetzen darf? "MobileIron ist der Anbieter, der dem Service "ZüriAccess" zugrunde liegt. MobileIron hat bei einer Ausschreibung am meisten überzeugt und ist auf dem Markt weit verbreitet. Dieser Lieferant bietet, wie andere auch, das Feature Geolokalisierung an. Da wir dieses explizit nicht einsetzen wollen und dürfen, wurde das Feature in der Konfiguration deaktiviert".
 
Das bedeute, dass auf der zentralen Verwaltungskonsole der Stadt keine Daten angezeigt oder gespeichert würden, denn es würden keine Daten ausgelesen, so der OIZ-Sprecher. (mag/ts)