Microsoft verbietet Slack und rät von Github ab

Microsoft verbietet seinen Mitarbeitenden, Slack zu verwenden. Dies meldet 'Geekwire' unter Berufung auf interne Dokumente von Redmond. Laut dem Medium ist der Grund nicht, dass man den hauseigenen Slack-Rivalen "Microsoft Teams" bevorteilen will.
 
Vielmehr sei der Hauptgrund in der Security von Slack zu suchen, die laut Microsoft ungenügend sei. "Die Versionen Slack Free, Slack Standard und Slack Plus bieten keine der erforderlichen Kontrollen, um Microsoft Intellectual Property (IP) ordnungsgemäss zu schützen. Bestehende Benutzer dieser Lösungen sollten den Chat-Verlauf und die mit Microsoft Business zusammenhängenden Dateien an Microsoft Teams übertragen, die dieselben Funktionen und integrierte Office 365-Anwendungen, Anruf- und Besprechungsfunktionen bieten. Erfahren Sie mehr über die zusätzlichen Funktionen, die Teams Ihrer Arbeitsgruppe zur Verfügung stellen könnte. Die Version Slack Enterprise Grid entspricht den Sicherheitsanforderungen von Microsoft; wir empfehlen jedoch die Verwendung von Microsoft Teams anstelle einer konkurrierenden Software", soll laut dem IT-Blog 'Geekwire' die Devise lauten.
 
Industriespionage könne man also mit Slack betreiben, so der harte Vorwurf an den Konkurrenten. Microsoft und Slack äusserten sich gegenüber 'Geekwire' nicht dazu.
 
Auf der Liste verbotener und nicht empfehlenswerter ICT-Produkte stehen laut dem Artikel weitere Produkte von Konkurrenten.
 
Nicht empfehlenswert weil unsicher, ist offenbar in Redmond die Cloud-Version von GitHub. Github? Genau, das ist die Firma, die Microsoft im vergangenen Jahr für 7,5 Milliarden Dollar erworben hat. In dieselbe Kategorie listet Microsoft offenbar auch Cloud-Produkte wie AWS und Google Docs auf, ebenso die IT-Incident-Reporting-Plattform PagerDuty.
 
Ebenso verboten wie Slack sei der Einsatz von Kaspersky-Produkten, welche auch von der US-Regierung und nachfolgend von anderen Kunden auf eine rote Liste gesetzt wurden. (mag)