Bei Delta Airlines ersetzt Facial Recognition Flugticket und Reisepass

Im Dezember 2018 führte die US-Fluggesellschaft Delta Airlines am Atlanta International Airport den ersten "Biometric Terminal" ein. Nun soll die Technologie auf weitere Flughäfen ausgeweitet werden.
 
Die Kunden nutzen dabei einen der automatisierten Terminals von Delta, klicken auf "Look" und bestätigen danach ihre Gesichtsaufnahme, die mit der Datenbank des Department of Homeland Security abgeglichen wird. Internationale Reisende müssen zusätzlich ihre Passdaten vorab oder am Flughafen hinzufügen.
 
"Wir ersparen einem Kunden, der eine Tasche aufgibt, seinen Reisepass bis zu viermal pro Abflug vorweisen zu müssen", erklärte ein Delta-Sprecher zum Start. Weiter würden durch den Vorgang bis zu neun Minuten beim Boarding eingespart, wo der manuelle Abgleich von Pass und Passagier entfällt.
 
Als nächstes wurde das System am Detroit Metropolitan Airport eingeführt, nun soll es auf alle internationalen US-Flughäfen und danach auch auf Regionalflughäfen ausgeweitet werden. Gemäss Delta würden 72 Prozent der Kunden Facial Recognition gegenüber dem normalen Boarding vorziehen.
 
Und Delta ist nicht die einzige Airline, die auf Biometrie setzt. Laut dem Report "Airtransport IT Insights" des auf Luftfahrt spezialisierten IT-Unternehmens Sita wollen 70 Prozent der befragten Fluggesellschaften und 77 Prozent der Airports bis 2021 in "Biometric identity management solutions" investieren. (paz)