Buchtipp: Gamebreaker oder Digitalisierungs­verlierer

520 Treffer zeigt Amazon bei der Suche nach "Digitalisierung". Braucht es ein Buch mehr? Ja, haben unser (bald wieder) Kolumnist Beat Welte und Professor und Betriebswirtschafter Jean-Paul Thommen gesagt und ein Art Lebenshilfe-Buch zum Thema geschrieben. Gestern stellten die beiden zusammen mit Illustrator Achim Schmidt den schmalen Band in Zürich vor. "Gamebreaker" ist beides: Erklär- und Kochbuch.
 
Erklärt wird, was ein Gamebreaker ist und was Disruption und welche Auswirkungen sie haben können.
Und was das alles mit "Digitalisierung" zu tun hat. Man merkt den beiden Autoren den Hintergrund als ehemaliger Journalist wie auch als Lehrer an: Es gibt zuhauf anschauliche Beispiele und zum Schluss der ersten Kapitel eine Zusammenfassung zum Rekapitulieren.
 
Für Thommen und Welte sind Gamebreaker Menschen, die nicht nur lernen, ein Spiel besser zu spielen, sondern, die die Regeln ändern. Die das Undenkbare denken und etablierte Meinungen und Analysen in Frage stellen können. Diese Fähigkeiten kann man sich aneignen, sind die beiden Autoren überzeugt. Deshalb kommt der zweite Teil des Buches als eine Art Kochbuch daher. In sieben Schritten wird aufgezeigt, wie "jedermann seine Gamebreaking-Fähigkeiten stärken und über die Zeit zum echten Gamebreaker werden kann". Ein grosses Versprechen!
 
Das Buch ist seinen Preis (27.90 Franken) wert, denn es steckt voller konkreter Beispiele, sprachlicher Bilder und sogar ganz konkreten Übungen für künftige Gamebreaker. Bonus für Mitarbeitende in der IT-Industrie sind die vielen Müsterchen aus unsere Branche, die zeigen, wie untauglich die Rezepte der Vergangenheit für die Herausforderungen von heute sind. (hc)
 
Beat Welte, Jean-Paul Thommen: Gamebreaker. Wie man in der digitalen Transformation erfolgreich im Spiel bleibt. Versus Verlag, Zürich.