St. Gallen will eine Cyber-Security-Strategie

Der Kanton St. Gallen braucht eine Strategie zum Schutz vor Cyber-Risiken. Zu diesem Schluss kommt eine von der Regierung in Auftrag gegebene Vorstudie. Nun soll eine Strategie erarbeitet werden, um auf Angriffe im Netz gewappnet zu sein.
 
Die Bedrohungen durch Cyber-Angriffe seien in den letzten Jahren stark gestiegen, heisst es in der Mitteilung der St. Galler Staatskanzlei. Begründet wird der Bedarf nach einer Strategie auch mit Entwicklungen im Bereich IoT. Hacker könnten beispielsweise Verkehrssteuerungsanlagen oder Sensoren für das Raumklima oder in Rauchmeldern angreifen. Das Gefährdungspotential nimmt damit nochmals deutlich zu.
 
Die Vorstudie habe gezeigt, dass der Kanton St. Gallen eine eigene Cyberschutz-Strategie braucht, um auf Angriffe im Cyber-Raum umfassender vorbereitet zu sein und die Sicherheit im Netz besser gewährleisten zu können.
 
Die Regierung hat nun den Projektauftrag für die Erarbeitung der Strategie erteilt. St. Gallen werde damit der erste Kanton sein, der eine kantonale Strategie zum Schutz vor Cyber-Risiken hat, heisst es im Communiqué weiter.
 
Die Strategie diene als oberste Richtschnur und erleichtere die Koordination und Kooperation der Departemente und Ämter sowie die Staatsebenen übergreifenden Arbeiten beim Schutz vor Cyber-Risiken. Der Kanton hat bereits verschiedene Arbeiten getätigt. Dazu gehört beispielsweise die Gefährdungs- und Risikoanalyse. Darin ist "Cyberangriff" als eine von neunzehn Gefährdungen aufgelistet. Zudem wurde für die Strafverfolgung von Cyber-Kriminalität das Kompetenzzentrum Cybercrime gegründet.
 
Ziel ist, dass die Strategie im ersten Quartal 2020 von der Regierung beschlossen wird. (Keystone-sda/kjo)