Auch EU heisst den Red-Hat-IBM-Deal gut

Nach den amerikanischen Regulierungsbehörden gibt auch die EU das OK für den Red-Hat-IBM-Deal. Die Europäische Kommission hat die Übernahme von Red Hat durch IBM ohne Auflagen genehmigt, wie es in einer Mitteilung heisst. Der Deal ist 34 Milliarden Dollar schwer.
 
Überschneidungen bei den Angeboten der beiden Firmen gebe es im Bereich Middleware- und System-Infrastruktur-Software. Die Kommission habe aber festgestellt, dass sich das neue Unternehmen weiterhin gegen erhebliche Konkurrenz durch andere Marktteilnehmer auf allen potenziellen Märkten behaupten müsste.
 
Die Kommission prüfte ausserdem, ob IBM die Wettbewerbsfähigkeit der Angebote seiner Konkurrenten erheblich verringern könnte, indem die Interoperabilität mit Red Hat Enterprise Linux verschlechtert würde. Man sei zum Schluss gekommen, dass das fusionierte Unternehmen nicht über eine ausreichende Marktkraft verfügen werde, um seine Wettbewerber durch die Bündelungen oder den Abbau der Interoperabilität auszuschliessen.
 
Darüber hinaus werde der Erfolg von Red Hat erheblich von seiner Neutralität abhängen. Jegliche Strategie zur Beeinträchtigung dieser Neutralität dürfte die Geschäftstätigkeit von Red Hat gefährden, da sich Kunden, Entwickler und Partner auf konkurrierende quelloffene Lösungen verlagert würden, schliesst die Kommission.
 
Im Mai hat das amerikanische Justizministerium die Übernahme bewilligt. Man habe keine Kartellrechtsverletzungen gefunden, die gelöst werden müssten, hiess es von Seiten des Ministeriums. (kjo)